Mikaela, die Ausnahmekönnerin! Auch was die Treue zu den beiden Brettln bedeutet – sie lässt nur eine einzige Marke an ihre Füße.
Vereinstreue ist im Fußball längst zum Anachronismus verkommen. Und auch im Skifahren zählt ein Materialwechsel zu den Alltäglichkeiten einer Karriere. Selbst in dieser Hinsicht ist Mikaela Shiffrin die völlige Ausnahme: Alle 100 Weltcup-Siege feierte die Amerikanerin auf der österreichischen Skimarke Atomic! Seit Kindertagen vertraut die Familie aus Vail in Colorado den roten Rennern aus Altenmarkt.
Was selbstredend auch das Unternehmen aus dem Pongau mit enormem Stolz erfüllt. „Die Marketing-Bedeutung eines solchen Rekordes ist fraglos groß, auch wenn sich die Rentabilität schwer in Zahlen ausdrücken lässt. Aber eigentlich ist Mikaelas Wert für die Firma unbezahlbar“, meint Christian Höflehner, Atomics Rennsportleiter.
Natürlich hat’s in den 13 Jahren zwischen Sieg 1 (in Åre) und Sieg 100 (in Sestriere) Abwerbungsversuche gegeben. Einem (finanziellen) Lockruf, dem die Shiffrins nicht eine Sekunde erlegen sind. „Inzwischen ist Mika so mit Atomic verbunden, dass es keiner mehr so richtig probiert.“
Shiffrin beschreibt Höflehner bei der Arbeit als „unfassbar pflegeleicht. Ihr Leben ist Skifahren. Und als Amerikanerin ist sie im Winter nie zu Hause, will immer trainieren. Das ist anstrengend für ihre Servicemänner“, gibt der Rennsportleiter zu, „ja, aber ...“ Eben auch verflixt erfolgreich.
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