In den Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropas dürfte die Wirtschaft heuer schwächer wachsen als zuletzt erwartet. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche rechnet mit einem durchschnittlichen Plus von 2,7 Prozent.
Für EU-Mitglieder in der Region wird ein Plus von 2,8 Prozent erwartet. Spitzenreiter beim Wachstum unter den östlichen EU-Mitgliedern ist Polen, dicht gefolgt von Kroatien. Die sechs Staaten am Westbalkan werden 2025 und 2026 vergleichsweise kräftig expandieren, die Türkei ebenfalls.
Die österreichische Wirtschaft dürfte durch das Wachstum in Polen, Tschechien, Ungarn und Slowenien Rückenwind erhalten. Österreichs Wirtschaft stagniere „heuer wohl“, heißt es.
So sieht die Wirtschaftsprognose für Osteuropa aus.
Trübe Aussichten für Ukraine und Russland
In Russland dürfte sich das starke Wachstum im vergangenen Jahr auf heuer 1,8 Prozent einbremsen. In Belarus, das eng mit dem Kreml verflochten ist, wird ein Plus von zwei Prozent erwartet. In Russland stieg die Inflation stark, hohe Zinsen machen Kredite für die meisten Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten unerschwinglich. „Zudem droht der russischen Wirtschaft eine Pleitewelle bei Unternehmen, die ihre Kredite nicht mehr bedienen können“, sagte Vasily Astrov vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche.
Für das Kriegsland Ukraine haben sich die Aussichten ebenfalls eingetrübt. Für 2025 wird ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent erwartet. Der Arbeitskräftemangel spitze sich zu, die Dürre habe die Lebensmittelpreise ansteigen lassen.
Unsicherheiten bestehen derzeit durch die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump, da er Zölle gegen die EU verhängen könnte und „Putin keinen leichten Sieg ermöglicht, indem er das Land fallen lässt“.
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