Aufregung herrscht in einem Mehrparteienhaus in der Wiener Gumpendorfer Straße. Nur knapp scheiterte dort ein aktueller Einbruchscoup mit ätzender Flüssigkeit. Nach mehreren Fällen in Favoriten und der Leopoldstadt sorgen die berüchtigten Säure-Einbrecher nun also auch in Mariahilf für schlaflose Nächte.
Im Detail: Eine Anrainerin schlug Montag beim betroffenen Wohnungsbesitzer Alarm. Seine Eingangstür sei schwerbeschädigt, und er solle sich das anschauen, so der O-Ton. Der Wiener weilte aber noch im wohlverdienten Urlaub und meldete sich direkt bei der Polizei: „Die eintreffenden Beamten stellten an der Örtlichkeit fest, dass eine unbekannte Täterschaft versuchte, durch Anwendung mutmaßlicher Säure den Schlosszylinder zu knacken. Es entstand zwar erheblicher Sachschaden, jedoch gelangten die Kriminellen glücklicherweise nicht in die Wohnung“, so Julia Schick, Sprecherin der Landespolizeidirektion.
Verdächtige Zeichen im Vorfeld entdeckt
Beim Lokalaugenschein der „Krone“ am Dienstag berichtete indes ein weiterer Wohnungsbesitzer, dass er bereits im Vorfeld verdächtige Zeichen am Eingang entdeckt habe – doch dass es dann wirklich sogenannte Gaunerzinken sein könnten, wurde ihm erst später klar.
Seit dem Jahr 2022 ätzten sich die Einbrecher in mehr als 95 Wohnungen in der Bundeshauptstadt. Zwar wurde ein Teil einer georgischen Bande gefasst – doch seit Sommer 2024 setzt sich die unheimliche Serie an Einbrüchen weiter fort. Die aktuellen Ermittlungen werden durch das Landeskriminalamt geführt, konkrete Hinweise seien aber noch Mangelware, heißt es.
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