Sollen sie aussteigen oder sollen sie bleiben – das MotoGP-Engagement des wirtschaftlich in Schieflage geratenen Motorrad-Herstellers KTM hat in den vergangenen Wochen für viel Diskussionen gesorgt und lässt nun sogar Motorcross-Legende Heinz Kinigadner auf den Plan treten! Der bald 65 Jahre alte Tiroler, der auf KTM-Bikes u.a. 1994 die Pharaonen-Rallye oder 1995 die Rallye Paris-Peking gewinnen konnte, räumt nun mit den Bedenken auf: „Gerade in der MotoGP sind wir am weitesten von einem Ausstieg entfernt!“
Kinigadner zeigte sich im Interview mit „speedweek.com“ überzeugt, dass ein Verlassen der MotoGP gerade in finanzieller Hinsicht keinen Sinn machen würde. „Das Interesse an der MotoGP ist am größten. Lewis Hamiltons Management hat sich gemeldet, aber er ist bei Weitem nicht der Einzige, mit dem wir verhandeln.“ Mercedes hielte jedenfalls auch nur etwa 30 Prozent am Team in der Formel 1, „der Rest liegt bei anderen Partnern“.
Die Leute wüssten, was der Einstieg von Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media bedeutet: Die US-Amerikaner konnten der Formel 1 in den vergangenen Jahren zu einem wirtschaftlichen Höhenflug in bisher ungeahnte Höhen verhelfen und es wird erwartet, dass auch die MotoGP goldenen Zeiten entgegengeht …
Pierer „hat KTM zu dem gemacht, was es ist“!
Abseits des Themas MotoGP bedauert Kinigadner, dass KTM-Boss Stefan Pierer in der öffentlichen Wahrnehmung aktuell alles andere als gut wahrgenommen wird. „Er hat KTM zu dem gemacht, was es ist. Er hat für Tausende Leute Jobs besorgt. Dass man ihn jetzt so an die Wand nagelt und alles vergisst, tut schon sehr weh“, so der KTM-Berater Kinigadner.
Er hoffe, dass Pierers Einfluss im Zuge der gerade anstehenden Bemühungen um eine Rettung des Motorrad-Herstellers „nicht ganz verloren geht“.
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