Ex-Europameisterin Vanessa Herzog hat am EM-Wochenende in Heerenveen entschieden, den Sprint-Vierkampf am Samstag nicht mehr fortzusetzen!
Am Freitagabend war die 29-Jährige über 500 m Sechste und über 1.000 m Neunte geworden, was Zwischenrang acht ergab. „So macht Rennen fahren keinen Sinn“, wurde die 29-Jährige in einer Aussendung zitiert. Positive Schlagzeilen in Rot-Weiß-Rot schrieb danach dafür Jeaninne Rosner im Allround-Vierkampf als Halbzeit-Siebente.
Die 18-Jährige lieferte damit ein überaus starkes EM-Debüt ab. Sie belegte über 500 m in 39,99 Sekunden Rang sieben und über 3.000 m in persönlicher Bestzeit von 4:12,91 Minuten Platz zehn. Mit 82,141 Punkten liegt Rosner nun einen guten Zähler vor der Neuntplatzierten, die Top-8 am Sonntag nach dem 1.500-m-Bewerb (13.40 Uhr) qualifizieren sich für die abschließenden 5.000 m (15.29 Uhr). Im Allround-Vierkampf der Männer wartete der Tiroler Gabriel Odor vergeblich darauf, in das Feld nachzurücken. Sein Landsmann Ignaz Gschwentner kam im Sprint-Vierkampf auf Endrang 18.
Rosner überraschte sich selbst
Damit wird aller Voraussicht nach in den Niederlanden Rosner das klar beste österreichische Ergebnis abliefern. „Mit Rang sieben bin ich natürlich voll zufrieden. Damit hätte ich nicht gerechnet“, sagte die Staatsmeisterin. „Ich war ein wenig überrascht, wie konstant ich die Runden abrufen konnte“, meinte die Innsbruckerin über ihre 3.000-m-Leistung. „Vielleicht reicht es ja (für die Top-8, Anm.).“ In Front liegen die Niederländerinnen Antoinette Rijpma-De Jong und Joy Beune vor der Italienerin Francesca Lollobrigida.
Im Sprint ging EM-Gold der Frauen in einer sehr knappen Entscheidung an Jutta Leerdam, dahinter landeten Femke Kok und Suzanne Schulting. Mit Jenning De Boo, Merijn Scheperkamp und Tim Prins gab es auch im Männer-Sprint einen niederländischen Triplesieg. Für Herzog bleibt hingegen nach einer für sie bisher enttäuschend verlaufenen Saison die Hoffnung auf eine Steigerung bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften Mitte März in Hamar in Norwegen.
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