Zürs-Sieger im Abseits

„Das ist etwas, das ich nicht akzeptieren kann“

Vorarlberg
08.01.2025 06:55

Am Mittwoch startet der Slalom-Monat Jänner mit dem Flutlicht-Klassiker im italienischen Madonna di Campiglio. Während ÖSV-Herrenchef Marko Pfeifer Johannes Strolz dort einiges zutraut, muss Strolz‘ Vorarlberger Landsmann Christian Hirschbühl einmal mehr zuschauen. Eine Situation, die dem 34-Jährigen ganz und gar nicht schmeckt.

„Wenn alles zusammenpasst, kann er jederzeit ein Topresultat raushauen. Er ist unberechenbar, ein echter Killer“, lässt ÖSV-Herren-Chefcoach Marko Pfeifer vor dem heutigen Slalom-Klassiker in Madonna di Campiglio (17.45/20.45) aufhorchen, als er mit der „Krone Vorarlberg“ über Johannes Strolz spricht. „Er war vor Saisonbeginn sehr stark, hat dann aber etwas zu viel gebastelt und ist unter den Erwartungen geblieben.“ Jetzt habe der Doppelolympiasieger von Peking wieder alles im Griff und sei auch im Training bärenstark. „Zudem ist Strolzi in Madonna immer schnell“, traut Pfeifer dem Warther beim Flutlicht-Spektakel einiges zu.

Zwei Ausfällen zum Saisonstart – danach konnte Johannes Strolz zweimal punkten.
Zwei Ausfällen zum Saisonstart – danach konnte Johannes Strolz zweimal punkten.(Bild: GEPA pictures)

Ein Spektakel, bei dem der 32-Jährige der einzige Ländle-Starter sein wird. Denn wie schon zuletzt in Val d’Isère und Alta Badia fand sich auch für Madonna kein Platz für den Lauteracher Christian Hirschbühl im achtköpfigen rot-weiß-roten Aufgebot. „Die Situation ist schwierig“, gesteht Pfeifer. „Wir haben aktuell sieben Athleten in den Top-30 der Weltcupstartliste und mit Josh Sturm einen jungen Athleten, der diesen Winter bereits dreimal punkten konnte. Leider hat Christian es nicht geschafft, bei den Rennen in Levi und Gurgl anzuschreiben und sich so für weitere Starts zu empfehlen.“

Chance gibt es vorerst nur im Europacup
Darum „steht“ der 34-jährige Polizeisportler, der nach einer extrem komplizierten Sprunggelenksverletzung über zwei Saisonen ausfiel, im Moment. „Für ihn wäre wichtig, Rennpraxis zu sammeln – auch bei FIS-Rennen“, sagt Pfeifer, der in Aussicht stellte, dass der Rossignol-Pilot beim Europacup in Berchtesgaden am 19. Jänner einen Startplatz erhalten könnte. „Ich habe klargemacht, dass ich keine FIS-Rennen fahren will“, erklärt der Flexenrace-Sieger 2021, der zwischen Weihnachten und Neujahr erneut den Trainern seinen Standpunkt darlegte.

Situation bringt Routinier mental ans Limit
„Ein Start beim Europacup in Berchtesgaden würde bedeuten, dass ich jetzt bei den Weltcups in Madonna, Adelboden und Wengen zuschauen muss. Das ist etwas, das ich nicht akzeptieren kann, da die Slalomsaison dann so gut wie vorbei ist...“ Eine Situation, die dem Routinier massiv zusetzt. „Scheinbar sind mir die aktuell Hände gebunden. Das bringt mich mental doch ziemlich ans Limit...“ 

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