Das war’s dann mit der Überraschung: Der Internet-Versandriese Amazon liefert vor dem Fest immer mehr Unverpacktes in Österreich aus. Da kommt dann das Geschenk auf einmal in der Klarsichtfolie.
„Papa, was ist das? Für wen ist dieses Nook (Anm. ein zusammenbaubarer Buchständer)?“ So die Tochter im Teenageralter am Handy. Sie hatte eben dem Amazonboten die Türe geöffnet und das Paket in Empfang genommen. Unverpackt, nur in Klarsichtfolie eingeschweißt. Doch die unschuldige Frage, für wen denn nun dieses Pakerl sei, brachte „Krone“-Leser Benedikt Z. am anderen Ende der Leitung in arge Bedrängnis.
Es war als Geschenk geplant
Denn das Pakerl war eigentlich als Überraschungsgeschenk für eben jene Tochter geplant. Rechtzeitig auf Amazon bestellt, wähnte der sich in trügerischer Sicherheit, seinem Teenager-Kind die perfekte Überraschung bereiten zu können. Doch er hat die Rechnung ohne die jüngste Umweltschutzinitiative des Versandriesen gemacht.
Verpackung reduziert
Wer Geschenke bei Amazon kauft, sollte nämlich genau hinsehen: Immer öfter findet sich im Bestellformular der Vermerk „Verpackung reduzieren“. Ändert man das nicht, kommt das Paket in Klarsichtfolie und der Inhalt ist für den Übernehmenden – oder beim Ablegen vor der Tür auch für die Nachbarn – sichtbar.
Ist die Originalverpackung für den Versand stabil genug, ist diese Einstellung Standard. Das ist bei Bestellungen mit Eigenbedarf vermutlich selten ein Problem. Doch gerade der Onlinehandel bietet sich an, auch Liebste auf der anderen Seite der Weltkugel mit einem Geschenk zu überraschen – oder auch etwaige Familienmitglieder im eigenen Haushalt.
Bei bestimmten Produkten aufmerksam sein
Gegenüber der „Krone“ betont der Versandriese, das Reduzieren von Verpackung wünsche sich die Mehrheit der Kunden. Weltweit verschickt Amazon schon zwölf Prozent aller Pakete so. Am häufigsten wird die Originalverpackung laut dem Unternehmen aber nicht für Weihnachtsgeschenke abgewählt, sondern für „Bikiniwachsstreifen oder Kondome“.
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