Die grüne Mark hat seit Mittwoch einen blauen Landeshauptmann, österreichweit den ersten nach Jörg Haider: Mit Conny Bischofberger spricht FPÖ-Sieger Mario Kunasek (48) über Höhenflüge und Bodenhaftung, Kopftücher und Genderwahn, seinen Austritt aus der Katholischen Kirche und wie er seinem kleinen Sohn die große Politik erklärt.
Den Weg zu Mario Kunaseks neuem Büro in der Grazer Burg säumen Umzugskisten, für viele Türen werden Schlüssel gesucht, der Christbaum steht noch kahl in einer Ecke. 24 Stunden nach seiner Angelobung beim Bundespräsidenten sitzt der neue steirische Landeshauptmann vor einem farbenprächtigen Gemälde des Erzbergs, „das einzige, das sie hiergelassen haben“, lacht er und zeigt auf die leeren Wände. Die Manschetten seines weißen Hemdes tragen die Initialen MK, seine Krawatte ist blau-grün, vielleicht eine Anspielung auf den blauen Sieg in der grünen Mark. Auf dem Couchtisch steht ein Adventkranz und wir zünden alle Kerzen an – fast ein feierlicher Moment.
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