Ein französisches Gericht hat am Freitag drei Rugby-Spieler wegen einer Gruppenvergewaltigung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Männer 2017 gemeinsam eine 20-jährige Frau vergewaltigten. Der Ire Denis Coulson und der Franzose Loïck Jammes wurden zu 14 Jahren Haft verurteilt. Gegen den Neuseeländer Rory Grice wurde eine zwölfjährige Freiheitsstrafe verhängt.
Das Gericht in Bordeaux verurteilte außerdem den Iren Chris Farrell zu vier Jahren Gefängnis, von denen zwei auf Bewährung ausgesetzt wurden. Der Neuseeländer Dylan Hayes wurde zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Beide Männer sollen die Tat ganz oder teilweise beobachtet haben, ohne einzugreifen.
20-Jährige einer Bar kennengelernt
Das Opfer, eine damals 20-jährige Studentin, hatte die Männer im März 2017 nach einem Rugby-Spiel in Bordeaux in einer Bar kennengelernt, von wo aus die Gruppe in eine Diskothek weiterzog. Sie hatte angegeben, sich nicht an den weiteren Verlauf des Abends erinnern zu können und am nächsten Morgen nackt und mit einer Krücke in der Scheide in einem Hotelzimmer aufgewacht zu sein. Zwei der Männer standen ihrer Schilderung zufolge unbekleidet an dem Bett, die anderen seien bekleidet gewesen.
Die drei wegen der Vergewaltigung verurteilten Männer hatten angegeben, einvernehmlichen Sex mit der jungen Frau gehabt zu haben. Auf Bilder einer Überwachungskamera war zu sehen, wie sich das stark betrunkene Opfer beim Eintreffen der Gruppe im Hotel in der Nacht der Tat kaum auf den Beinen halten konnte und von den Männern gestützt wurde. Die Anklage hatte den Rugby-Spielern vorgeworfen, den Zustand der jungen Frau ausgenutzt zu haben.
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