Geiger siegt im Finish

Kombi: Lamparter verpasst Podestplatz knapp

Wintersport
08.12.2024 15:37
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Sieger des Kompaktbewerbs der Nordischen Kombinierer mit zunächst einem Sprung und dann 7,5 km in der Loipe heißt Vinzenz Geiger. Der Deutsche setzte sich am Sonntag in Lillehammer nach 17:44,0 Minuten im Fotofinish gegen seinen Landsmann Julian Schmid durch. Rekordsieger Jarl Magnus Riiber musste sich mit Rang drei (+1,9 Sek.) begnügen. Johannes Lamparter verpasste als Vierter einen Podestplatz.

Dem Tiroler fehlten auf einen neuerlichen dritten Rang, den er am Samstag geschafft hatte, 3,4 Sekunden. Thomas Rettenegger landete knapp zwei Sekunden dahinter an fünfter Stelle. Ein in der TV-Übertragung nicht gezeigtes Missgeschick kostete Lamparter im Finish den Anschluss. „Ich bin bei der Bande leider eingefädelt, dann habe ich die Gruppe leider verloren. Die anderen drei waren heute richtig stark“, sagte der zweifache Weltmeister von 2021. „Dritter und Vierter – ich kann Lillehammer mit einem Lächeln verlassen.“ Auf der Schanze taste er sich langsam an seine Topform heran.

Rettenegger konstatierte bei sich einen „Befreiungsschlag auf der Schanze“ und fügte hinzu, „das Rennen war tadellos, es waren vier Leute vor mir, die zu den besten Läufern gehören.“

Lamparter lag mit Riiber nach 5 km noch voran
Riiber, der am Vortag seinen bereits 75. Weltcupsieg gefeiert hatte, war sechs Sekunden vor Rettenegger bzw. zwölf vor Lamparter in die Loipe gegangen. Die Österreicher hielten im Kampf um die Podestplätze lange mit. Lamparter lag nach zwei Dritteln der Langlaufdistanz noch mit Riiber ex aequo in Front. Etwa auf dem letzten Kilometer setzte sich das spätere Podesttrio ein wenig von den Österreichern ab.

Mit Stefan Rettenegger (13.), Lukas Greiderer (14.), Martin Fritz (17.) und Franz-Josef Rehrl (20.) kamen vier weitere ÖSV-Athleten in die Top 20. Paul Walcher wurde 33., Manuel Einkemmer hatte wegen muskulären Problemen in den Beinen auf einen Start verzichtet.

(Bild: Christof Birbaumer)

Bieler sieht stetige Steigerung bei Lamparter
Cheftrainer Christoph Bieler zog eine gemischte Bilanz. „Wir haben Gott sei Dank mit einem Podestplatz angeschrieben. Ergebnistechnisch haben wir uns im Vorfeld vielleicht ein bisserl mehr erwartet“, gab der ÖSV-Funktionär zu. „Dem Jo (Lamparter, Anm.) seine Leistung geht stetig bergauf, was mich besonders freut ist speziell die Entwicklung auf der Schanze. Leider hat er sich im Finale verhackelt und den Anschluss verloren.“ Aber man habe gesehen, dass Lamparter um den Sieg mitfighten könne. „Auch Tom (Rettenegger) hat gezeigt, dass er mit den Besten mithalten kann.“

Für die Kombinierer gibt es nun eine zweiwöchige Pause, ehe es knapp vor Weihnachten in der Ramsau (19. bis 21.12.) wieder um Weltcuppunkte geht. „Wir hoffen, dass wir bei unserem ersten Heim-Weltcup von den oberen Podesträngen herunterlachen können.“

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