Bis zur Pause rettete das Aluminium Rapid, letztlich führte der ideenlose Kick jedoch zu einem 0:1 gegen Blau-Weiß Linz. „Wir tun uns schwer, leicht Fußball zu spielen“, fasste es Robert Klauß zusammen.
Die bisher einzige Liga-Abfuhr hatte Rapid im August bei Blau Weiß Linz (0:3) kassiert, drei Tage nach dem 1:2, einem heroischen Kampf in Unterzahl in Braga.
„War verdient“
Gestern fielen die Reisestrapazen weg, gab es für die verpatzte Revanche keine Ausreden. „Die Niederlage war verdient“, war Goalie Hedl nach dem 0:1 sauer. „Wir hatten schon vor der Pause Glück.“
Obwohl (oder weil?) Trainer Klauß mit Schöller, Kaygin, Oswald und Bischof vier frische Kräfte brachte. Aber große Chancen hatten nur die Gäste:
Rapid? Bischof verfehlte knapp – bekam da aber den Ball von Blau Weiß aufgelegt (29.). Das war’s.
Die Gäste nahmen Grgic und Co. mit ihrer mutigen Manndeckung aus dem Spiel, der Aufbau stockte, die Dynamik, der Tiefgang fehlte – so wurde es wieder ein ideenloser Kick. Nur kurz nach Wiederanpfiff durften die 16.300 Fans hoffen: Beljo (51.) verlängerte eine Auer-Flanke mit der Ferse an die Latte, Grgic scheiterte an Goalie Vitek.
Ronivaldo eiskalt
Doch just in der Phase fiel das 0:1: Simon Seidl schickte Ronivaldo hinter die Abwehr und der Brasilo traf ins lange Eck (60.). Rapid antwortete nur mit Halbchancen, der „expected-goals“-Wert von 0,68 sagt alles.
„Es gibt so Phasen in einer Saison, es war unser 28. Pflichtspiel“, war Klauß enttäuscht. „Momentan tun wir uns schwer, leicht Fußball zu spielen.“ Daher gab’s nur zwei Siege aus acht Partien. Jetzt – nach der ersten Pleite in Hütteldorf seit Mai – ist auch der Heimnimbus weg.
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