Vor der Wahl schickte man Alois Stöger in die Pension, jetzt soll er es plötzlich richten: Die „Krone“ kennt die Hintergründe zu den neuesten Entwicklungen in der SPÖ Oberösterreich.
Der Abgang von SPÖ-Landeschef Michael Lindner wird in der Partei nicht der einzige sein – die „Krone“ hat am Mittwoch darüber berichtet. Lindners Nachfolger muss es jetzt jedenfalls gelingen, Ruhe in die SPÖ OÖ zu bringen. Eigentlich dürfte die Spitze keine Zeit verlieren, aber ein terminlicher Fauxpas macht es nicht einfacher.
Eine private Verpflichtung des künftigen Parteichefs
Denn hinter Lindners Abgang auf Raten steckt eine private Verpflichtung der künftigen Interims-Nummer 1 Alois Stöger. Schon lange, bevor der SPÖ-Landesrat seinen Abgang durchzog, buchte Stöger einen 14-tägigen Urlaub. Das ist auch der Grund, warum Lindner bis Ende November Parteichef bleibt. Ab Dezember will man dann allerdings richtig Gas geben, um die Partei neu aufzustellen.
Dass Stöger sich überhaupt dazu bereit erklärte, diese nicht gerade einfache Aufgabe der Neuausrichtung zu übernehmen, kann nur seiner „Liebe“ zur Sozialdemokratie selbst geschuldet sein. Denn ausgerechnet Lindner und sein Landesgeschäftsführer Florian Koppler erklärten dem ehemaligen Verkehrs-, Gesundheits- und Sozialminister, dass er mit 64 Jahren eigentlich zu alt sei.
Trotz Druck aus der Gewerkschaft machten Lindner und Koppler (und die zustimmenden Gremien) Eva Maria Holzleitner zur oö. Listen-Ersten vor der Nationalratswahl. Den Nationalratsabgeordneten Stöger schickten sie mit diesem „Move“ in die Polit-Pension – und ausgerechnet ihn holten sie jetzt zurück, um in der Partei alles zu richten. Spannend.
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