Nach dem enormen Absturz in der Corona-Pandemie ist die Aufholjagd der Luftfahrt weiter nicht zu stoppen, auch wenn Streiks wie zuletzt bei Boeing nicht gerade förderlich sind. Den allgemeinen Aufwind kann die FACC jedenfalls weiter nutzen. Der Flugzeugzulieferer aus Oberösterreich steigerte den Umsatz in den ersten drei Quartalen 2024 um 25 Prozent.
Von 513,9 Millionen Euro nach drei Quartalen 2023 schraubte die FACC den Umsatz bis Ende September 2024 auf 642,6 Millionen Euro nach oben – ein Umstand, den das von Robert Machtlinger geführte Unternehmen auf das anhaltend starke Wachstum der Luftfahrtindustrie und die damit verbundene hohe Nachfrage nach Passagierflugzeugen zurückführt.
Gewinn nach Steuern bei 5,2 Millionen Euro
Doch: Die stark gestiegenen Standortkosten in Europa und besonders in Österreich drücken das Ergebnis der Innviertler. So konnte der Flugzeugzulieferer zwar sein Ergebnis nach Steuern in die schwarzen Zahlen bringen, erzielte aber in neun Monaten gerade einmal 5,2 Millionen Euro Gewinn.
Darauf wurde bereits reagiert: Schon im August berichtete Machtlinger gemeinsam mit Finanzvorstand Florian Heindl von notwendig gewordenen Effizienzsteigerungen in der Produktion, also höheren Bauraten, die realisiert werden sollen, während das Personal nicht im selben Maße wächst. Parallel dazu wurde ein Kostensenkungsprogramm verabschiedet. Dieses wird ab nächstem Jahr zu einer schrittweisen und nachhaltigen Erhöhung der Ertragskraft führen.
Lagerstände sollen um 10 Millionen Euro reduziert werden
Auch Lagerbestände werden abgebaut. Bis Jahresende rechnet das Management mit einer Reduzierung des Bestandes um mindestens zehn Millionen Euro.
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