Großübung

Mehr als 200 Einsatzkräfte bei Massenkarambolage

Kärnten
09.11.2024 12:02

Gemeinsam 2024 – unter diesem Motto steht die große Bezirksübung, die am Samstag in Völkermarkt über die Bühne geht. Mit dabei sind mehr als 200 Einsatzkräfte: Rettung, Feuerwehren, Polizei, Bergrettung, Taucher und Co. trainieren gefährliche Einsätze.

Die Annahme lautet: Massenkarambolage vor der Völkermarkter Draubrücke – insgesamt sechs Fahrzeuge sind in den Unfall verwickelt, ein Auto landet in der Drau, ein Bus steht quer über der Fahrbahn. Darin: 20 Verletzte, die geborgen werden müssen!

Diesem und zwei anderen fiktiven Szenarien stellen sich am Samstag seit den frühen Morgenstunden insgesamt 250 Einsatzkräfte bei der großangelegten Bezirksübung. Die Rettung trainiert die Bergung verletzter Personen, die Einsatztaucher üben die Bergung eines Autos aus der Drau.

„Wir haben drei Szenarien: Waldbrand nach Unfall, Massenkarambolage bei der Draubrücke und einen Gefahrengutaustritt“, erklärt Patrick Skubel vom Bezirksfeuerwehrkommando Völkermarkt: „Dabei sind verschiedenste, speziell geschulte Einsatzkräfte im Einsatz. Auch eine Dekontaminationsstraße wurde beim Gojer aufgebaut.“

Übungen wie diese seien für die Einsatzkräfte extrem wichtig, betont Bezirkshauptmann Gert Klösch: „Wir hatten alleine im August 2023, nach den Unwettern, elf Krisenstäbe im Bezirk zu bewältigen! Eine solche Übung ist wichtig für die Kommunikation aller Mitwirkenden.“

Und dabei bekommen die Rettungsmitglieder, Feuerwehrleute und ihre Kollegen Unterstützung: „Es sind auch stille Beobachter integriert. Fehler werden diskutiert und korrigiert!“, weiß Klösch.

„Menschen befreien und versorgen“
„Es geht darum, Menschen aus Notlagen zu befreien und rasch zu versorgen“, bringt es Skubel auf den Punkt: „Solche Großübungen sind wichtig für den gesamten Einsatzstab.“ Von den 45 sind am Samstag 15 Wehren im Einsatz, dabei ist abei ist auch der Strahlenschutz des Landes.

Dazu mehrere Rettungsautos, auch Polizeistreifen: „Es ist ein Zusammenspiel, das zu üben – auch die Absicherung bei einer solchen Karambolage hat hohe Priorität!“, erzählt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Gerhard Raffer: „Unser Job beginnt, wenn die Rettungskräfte die Erstversorgung durchgeführt haben.“

„Solche Szenarien sind Gott sei Dank nicht alltäglich“, sagt Skubel – aber: „Umso wichtiger ist es, den Ernstfall zu üben! Ich bedanke mich bei allen mitwirkenden Organisationen, speziell beim Roten Kreuz für die hervorragende Arbeit.“

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