Am Montag vergangener Woche startete die Europäische Raumfahrtagentur ESA eine Raumsonde namens „Hera“. Endziel ist die planetare Verteidigung: gegen Asteroiden. Autor und Naturwissenschaftler Christian Mähr erklärt, was sich gegen so ein monströses Kerlchen aus dem All unternehmen lässt – und was nicht.
„Hera“ ist eine technische Abkürzung und spielt auf die griechische Göttin Hera an, Gattin des Obergottes Zeus und Schutzherrin von Familie, Heim und Herd. Die Sonde ist Teil eines Programms, das ganz offiziell der Verteidigung der Erde dienen soll. Nein, nicht gegen böse Außerirdische, sondern gegen „böse“ Asteroiden, die, aus welchen verzwickten himmelsmechanischen Gründen auch immer, Kurs aufs innere Sonnensystem nehmen und mit viel Pech auf der Erde einschlagen. Das wäre nämlich mehr als unangenehm: Der Tscheljabinsk-Asteroid, der vor ein paar Jahren in Sibirien explodierte, hatte nur 20 Meter Durchmesser und verursachte zwar keine Todesfälle, aber Tausende Verletzte – durch zersplitterte Fensterscheiben.
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