5309 Vorzugsstimmen katapultierten den ÖVP-Kandidaten auf Platz 1 der Regionalliste Nord. FPÖ-Spitzenkandidat Herbert Kickl lag in Vorarlberg auf der Bundesliste klar vor Karl Nehammer (ÖVP).
Gar nicht so einfach war am Sonntag im Ländle die Sache mit den Vorzugsstimmen. Zu vergeben waren diese nämlich auf drei Listen. Auf der Bundesliste hatte Herbert Kickl (FPÖ) mit 3521 die Nase klar vor ÖVP-Spitzenkandidat Karl Nehammer (2052). Platz 3 ging nicht an Grünen-Chef Werner Kogler (582), sondern an dessen Parteifreundin Leonore Gewessler (1890). SPÖ-Chef Andi Babler (1117) lag knapp vor ÖVP-Lokalmatador Magnus Brunner (1103) und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger (1054).
Auf der Landesliste – jene Liste, auf der für die Vorarlberger Kandidaten insbesondere der SPÖ, NEOS und Grünen ein Überholen möglich gewesen wäre – überzeugten Magnus Brunner (1835) und Grünen-Nationalrätin Nina Tomaselli (1217). Thomas Spalt (FPÖ) holte 804, Johannes Gasser (NEOS) 760 Vorzugsstimmen. Bei der SPÖ, die den Vorzugsstimmen-Wahlkampf ausgerufen hatte, lagen Antonio Della Rossa und Martin Staudinger mit 562 bzw. 527 Vorzugsstimmen fast gleichauf. Schuld daran dürfte das nicht ganz eindeutige Wahlsystem sein, denn Staudinger holte auf der Regionalliste 2128 Stimmen (Della Rossa 1499) – nur die halfen ihm wenig, da die kleineren Parteien nur die Chance haben, über die Landesliste ins Parlament zu kommen.
Stichwort Regionalliste: Einsam an der Spitze regiert dort „Vorzugsstimmenkaiser“ Norbert Sieber von der ÖVP (5309), gefolgt von FPÖ-Nationalrat Thomas Spalt (2588), Nina Tomaselli (2140) und Johannes Gasser (2134).
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