Das Extremwetter der vergangenen Tage hat auch Wildtieren enorm zugesetzt. Von den verschiedenen Vogelarten haben laut der Organisation Birdlife vor allem Fluginsektenjäger wie die Schwalben zu leiden: Auf dem Weg in die afrikanischen Winterquartiere wurden sie von Sturm und Hochwasser überrascht, Tausende Schwalben hätten nicht überlebt.
„Das aktuelle Extremwetterereignis mit Überschwemmungen und Stürmen ließ viele Vögel während ihres Zugs in den Süden regelrecht hängen bleiben“, sagte Eva Karner-Ranner von Birdlife Österreich am Dienstag. Tausende geschwächte oder tote Schwalben, überwiegend Mehlschwalben, seien beobachtet worden.
Wenn durch Starkregen die Nahrungssuche nach Fluginsekten erfolglos bleibt, könne es zum massenhaften Tod kommen. Eine ähnliche Situation habe im Jahr 1974 vorgelegen. Damals seien in „einer beispiellosen Aktion“ Schwalben eingesammelt und mit Flugzeug und Bahn in den Süden transportiert worden.
Achten Sie auf am Boden sitzende Vögel!
Wie sich die aktuelle Lage auf die heimischen Brutpopulationen auswirken wird, sei noch nicht abschätzbar. Ansammlungen von Schwalben unter Dächern oder Ähnlichem sollte man weiterhin nicht stören, damit sie nicht noch mehr Energie verlieren. Am Boden sitzende Vögel, die nicht mehr auffliegen, sollen nach Rücksprache mit Fachleuten in einer Schachtel mit Luftlöchern in die nächste Auffangstation gebracht werden.
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