Viele Probleme warten

Das neue Schuljahr startet mit alten Baustellen

Wien
02.09.2024 14:43

Für rund eine Viertelmillion Schüler hat ein neues Schuljahr gestartet. Schon zum Schulstart warten viele Probleme: Lehrermangel, Familienzusammenführung und Containerklassen. Die Stadt sieht sich jedoch gewappnet.

Montag hat für 245.000 Wiener Schüler die Schule begonnen, für mehr als 20.000 von ihnen zum ersten Mal. Auch 24 Kinder in der Klasse 1C der Volksschule Alte Donau starteten in einen neuen Lebensabschnitt. Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos), Arno Langmeier und Gemeinderätin Pia Wieninger (SPÖ) besuchten die aufgeregten Taferlklassler zum Schulstart.

Der Rucksack an Aufgaben und Problemen, der auf das Bildungssystem zukommt, wiegt jedenfalls schon zu Beginn schwer. Auch wenn Bildungsstadtrat Wiederkehr betont, die Stadt hätte über den Sommer ihre Hausaufgaben gemacht.

Das sind weiterhin die drängendsten Probleme:

  • Lehrermangel: Die Stadt betont, dass es gelungen sei die allermeisten offenen Planstellen mit geeignetem Lehrpersonal zu besetzen. 1600 neue Lehrer haben mit 2. September ihren Dienst begonnen. „Jede Klasse wird eine klassenführende Lehrkraft haben“, so Wiederkehr. Die Fluktuation bei den Lehrkräften bleibt hoch.
  • Familienzusammenführung: Es gibt weiterhin einen extrem hohen Zuzug, vor allem bei den Pflichtschulen. Durch zu integrierende Schüler aus der Ukraine und den hohen Zuzug von Kindern asylberechtigter Personen. Auch die Zahl der Schüler mit Deutschförderbedarf steigt weiter stark an. Dabei helfen sollen Orientierungsklassen, von denen es schon bald 10 gibt. Derzeit stehen sechs Klassen an zwei Standorten zur Verfügung, jetzt ist ein Ausbau um weitere vier Klassen geplant. Rund 300 Kinder und Jugendliche haben bisher eine Orientierungsklasse besucht. „Dieses Problem wird uns noch länger beschäftigen“, gibt Langmeier zu.
  • Containerklassen: Insgesamt sind im neuen Schuljahr 137 neue Schulklassen entstanden. Wiens Schulen platzen aus allen Nähten. Doch die Familienzusammenführung macht zusätzlich geschaffenen Schulraum notwendig. Daher gehen zu Schulbeginn auch 45 kurzfristig aufgebaute Mobilklassen an fünf Standorten in Betrieb. Mit teils heftigem Widerstand. Wer in den Containerklassen sitzen soll entscheiden die Schulen selbst, betont Wiederkehr.

Die Stadt sieht sich gewappnet. Mit „zahlreichen Reserveklassenräumen“. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Wien wirklich so gut gerüstet für das neue Schuljahr ist.

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