Auf einem Video sieht man, wie ein Bursch eine Mitschülerin trägt, das zweite Video ist aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse unbrauchbar. Die Linzer Staatsanwaltschaft bekam nun zwei Filme, die als Beweismaterial in dem Skandal um eine Italienreise von Schülern des Linzer Elite-Gymnasiums Aloisianum dienen sollen.
Seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass die Schüler des Linzer katholischen Privatgymnasiums Aloisianum nach Assisi (Italien) fahren, wo sie eine kulturelle, spirituelle Projektwoche absolvieren. Heuer fand die Reise von 12. bis 17. Mai statt, doch sehr heilig soll es dabei diesmal - wie berichtet – nicht zugegangen sein.
Ins Zimmer gezerrt
Sieben Burschen sollen in ihrem Hotel eine Mitschülerin in ein Zimmer gezerrt und genötigt haben, dass sie sie massiert. Die Schulleitung erstattete Strafanzeige, seither laufen die Ermittlungen gegen fünf Beteiligte. Und zwar unter dem „Arbeitstitel“, so Florian Roitner von der Linzer Staatsanwaltschaft Freiheitsentziehung, Nötigung und gefährlicher Drohung.
Massage gefordert
Aus Italien bekam die Polizei nun Aufnahmen einer Überwachungskamera. Die Videokamera war auf den Außenbereich der Unterkunft gerichtet. Ein Film soll zeigen, wie die 15-Jährige gegen ihren Willen von einem der Burschen auf seine Schultern genommen und getragen wurde. Die zweite Aufnahme sei laut Staatsanwalt Roitner aufgrund der schlechten Qualität nicht oder kaum verwertbar.
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