Knalleffekt nach dem Großeinsatz in NÖ, bei dem ein 19-Jähriger wegen Terrorverdachts festgenommen wurde. Da das Anschlagsziel eines der Taylor-Swift-Konzerte gewesen wäre, entschieden sich die Veranstalter am Mittwochabend, gleich alle drei Konzerte des Megastars abzusagen. Vor und im Stadion wurde bereits abgebaut (siehe Video oben).
Wie der Veranstalter Barracuda Music am Mittwochabend mitteilte, habe man sich entschieden, die Konzerte aufgrund der Terrorgefahr nicht durchzuführen. „Aufgrund der Bestätigung durch Regierungsbeamte über einen geplanten Terroranschlag im Ernst-Happel-Stadion, haben wir keine andere Wahl, als die drei geplanten Shows zur Sicherheit aller abzusagen.“
Die Tickets würden in den nächsten Tagen automatisch rückvergütet, hieß es weiters.
Crew aus Stadion evakuiert
Bei einem Lokalaugenschein am Mittwochabend vor dem Ernst-Happel-Stadion wurde bereits hektisch zusammengepackt, die Merchandise-Stände abgebaut. Wie die „Krone“ erfuhr, war zuvor die komplette Crew aus dem Stadion evakuiert worden.
Aus dem Innenministerium hieß es zu der Absage, die Entscheidung habe alleine der Veranstalter getroffen. „Der Verfassungsschutz und die Polizei haben effiziente Ermittlungen durchgeführt und alles dazu beigetragen, um sichere Veranstaltungen zu gewährleisten. Dabei war vor allem die enge Vernetzung mit ausländischen Sicherheitsbehörden ausschlaggebend“, so Minister Gerhard Karner (ÖVP).
Zwei Festnahmen in Wien und NÖ
Wegen eines „konkreten Verdachts einer Gefährdung“ war am Mittwochvormittag ein 19-Jähriger im niederösterreichischen Ternitz verhaftet worden. Der Großeinsatz der Exekutive führte zur Evakuierung zahlreicher Anwohner.
Denn es bestand der dringende Verdacht, dass der junge Mann, der erst vor wenigen Wochen der Terrororganisation IS die Treue geschworen hatte, Sprengstoff oder zumindest explosives Material hortete.
Wenig später wurde die Festnahme einer zweiten Person im Zusammenhang mit dem Attentatsplan in Wien bekannt. Beide Inhaftierten hätten sich im Netz radikalisiert, so die Polizei. Ihre Wahnsinnstat organisierten die beiden über eine verschlüsselte Messenger-Kommunikation. Möglicherweise gibt es weitere Komplizen, die Ermittlungen laufen.
Sicherheitsrisiko zu groß
Die Polizei kündigte daraufhin umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für die Taylor-Swift-Konzerte an. Doch das Risiko war den Veranstaltern am Ende des Tages doch zu groß. Zurück bleiben Zehntausende enttäuschte „Swifties“. Ob es einen Ersatztermin geben wird, ist noch unklar.
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