Die Krücken warf er in den Pool, machte ein paar Schritte und riss die Arme hoch! Genau 239 Tage nach seinem Horror-Sturz in der Vorbereitung für die Rallye Dakar machte Matthias Walkner endlich wieder erste Schritte. „So kann ich nicht aufhören, ich muss dem Offroad-Rallyesport erhalten bleiben.“
„Das Gute ist, dass der Fuß noch dran ist, weil das war knapp“, verrät der Dakar-Sieger von 2018. Am 5. Dezember krachte der Kuchler mit seiner KTM im Training in den USA in einen Gegenhang – mit schrecklichen Folgen: Offene Brüche an Schien- und Wadenbein und am Fuß, vor allem der Trümmerbruch am linken Sprunggelenk war für die Ärzte eine Herausforderung.
„Vorher dachte ich, der Oberschenkelbruch war schlimm. Aber diese Verletzung hat nach Wochen noch so weh getan, dass sich die Ärzte gar nicht trauten, mir noch mehr Morphium zu geben, weil ich sonst vielleicht nicht mehr atmen kann“, schildert Walkner. „Jetzt brauche ich seit einem halben Jahr kein Schmerzmittel – das ist lässig, ich kann gut schlafen, wieder Radfahren. Und die ersten Schritte nach acht Monaten waren ein sehr emotionaler Moment.“
Mit hartem Training und Reha vorbereitet, und auch Motorradfahren „juckt“ ihn wieder. „Natürlich, es macht mein Leben auch lebenswert. Auf was für einem Level, muss man sehen. Ziel ist, im Oktober wieder richtig zu fahren.“ Also auf der Motocross-Strecke. Und eine Rückkehr zur Dakar? „Ich glaube schon, dass ich nochmal teilnehme. Ob als Berater, in logistischer Rolle bei KTM, als Motorradfahrer oder im Auto weiß ich noch nicht. So kann ich nicht aufhören, ich muss dem Offroad-Rallyesport erhalten bleiben.“
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