Andreas Klauser, Chef des Kran-Herstellers Palfinger, spricht über die Rezession in Deutschland und Co., die Produktionsabsiedlung aus China und den neuen Hoffnungsmarkt Indien. Und er erklärt, warum er in Österreich keine Arbeitsplätze mehr schafft.
„Krone“: Palfinger ist ein konjunkturabhängiges, weltweit agierendes Unternehmen mit guten Zahlen in den vergangenen Jahren. Nun herrscht Rezession in Teilen Europas. Zeichnet sich Licht am Horizont ab?
Andreas Klauser: Dieses Jahr sind wir mit einem sehr guten Auftragspolster aus dem Jahr 2023 gestartet. Jetzt sehen wir eine deutliche Eintrübung. Wir haben – wie wir auf Englisch sagen – einen „mixed bag“. Wir arbeiten auf Märkten, die komplett underperformen, wo sich die Baukonjunktur, die Bauwirtschaft und der Baustoffhandel sehr negativ entwickeln. Das betrifft Skandinavien, Deutschland und Frankreich. Auf der anderen Seite gibt es Märkte wie Spanien, Italien, Portugal und Griechenland, die sich äußerst positiv entwickeln. Dann haben wir Märkte, die sehr stabil funktionieren: In Nordamerika haben wir signifikantes Wachstum hinter uns, da erwarten wir auch für nächstes Jahr einen positiven Impact. Wie sehr schmerzt also Europa? Es ist mehr als 50 Prozent von unserem Business. Amerika geht jetzt Gott sei Dank Richtung 30 Prozent. Da kann ich kompensieren, da werden wir auch weiter kompensieren. Wir haben hier die ganzen Produktionszahlen schon nach unten geschraubt, werden im Herbst ein flexibles Arbeitszeitmodell haben, also eines, bei dem man weniger Arbeitstage hat.
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