„Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen!“ Ein Satz, der in Deutschland bald Realität werden könnte. Die DFL (Deutsche Fußball Liga) soll laut „Bild“-Zeitung nämlich in Austausch mit dem norwegischen Verband stehen, wo bereits ein zweijähriges Pyro-Pilotprojekt läuft.
Wer zündelt, muss zahlen! Bislang waren Vereine stets an die Kasse gebeten worden, wenn sich Zuschauer nicht an die Bestimmungen in den deutschen Stadien hielten. Die erwünschte Reaktion, Ultras würden aufhören, Bengalfackeln auf die Zuschauerränge zu schmuggeln, blieb allerdings aus, trotz des Verbots hüllten sich die Stadien regelmäßig in bunten Rauch, die Vereine mussten weiterhin zahlen,
Pilotprojekt in Norwegen
Anders als in Norwegen, wo die Behörden in der ersten und zweiten Liga eine Ausnahmegenehmigung zum Abbrennen von Pyrotechnik erteilt haben. Unter gewissen Voraussetzungen ist es den Fans gestattet, bengalische Feuer zu entzünden.
Solange man mindestens 18 Jahre alt, nüchtern und identifizierbar ist, ist der Gebrauch zertifizierter Pyrotechnik in bestimmten Bereichen des Stadions gestattet, sofern ausreichende Löschvorrichtungen vorhanden sind.
Treffen zwischen Politik und Verbänden
Auf Initiative des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) soll in einem Spitzentreffen von Politik mit DFL und DFB zum Thema Gewalttäter und Pyrotechnik unter anderem der Gebrauch von Bengalos in den deutschen Stadien thematisiert werden. Deutsche Fans dürfen somit hoffen, ihren Emotionen bald ohne Bedenken freien Lauf zu lassen – zumindest, was das Zündeln angeht ...
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