Baustellen-Hürdenlauf

Schildbürgerstreich bei Wienerberg-Gemeindebau

Wien
10.07.2024 06:00

Bauarbeiten machen das Überqueren der schmalen Unter-Meidlinger-Straße zum absurden Hindernislauf. Wer gut zu Fuß ist, braucht „nur“ mehrere Minuten, um von einer Straßenseite zur anderen zu kommen. Für alle anderen ist die Distanz von rund zehn Metern unüberwindbar geworden.

Rund zehn Meter breit ist die Unter-Meidlinger-Straße vor dem Gemeindebau „Am Wienerberg“. Wenn man – flott – geht, kann man sie in gestoppten zwei Minuten und 15 Sekunden überqueren. Das liegt an der absurden Baustellenplanung bei der Umgestaltung des Straßenabschnitts. Ohne Not wurde die ganze Gasse samt Gehsteig auf einmal abgesperrt.

Undurchdringbares Labyrinth an Absperrgittern
Vor allem für die vielen älteren Bewohner wird es damit geradezu unmöglich, von ihrem Zuhause stadteinwärts zu gehen. Auch das Meidlinger AUVA-Unfallspital rückt damit, obwohl nur 300 Meter entfernt, quasi in unerreichbare Ferne. Für Gemeindebaubewohner Freddy B. „grenzt die Baustelle an Abnormität“. Von gesundem Menschenverstand könne nicht mehr die Rede sein, ärgert er sich über das „Labyrinth von Absperrgittern“.

Ohnehin wird immer nur auf einem Teil der Straße gearbeitet. Ein interimistischer Weg über die Straße, etwa mit Platten, fehlt trotzdem. (Bild: Lukas Zimmer)
Ohnehin wird immer nur auf einem Teil der Straße gearbeitet. Ein interimistischer Weg über die Straße, etwa mit Platten, fehlt trotzdem.
Der Eingang des Gemeindebaus ist von vis-a-vis zwar sichtbar, aber doch unerreichbar (Bild: Lukas Zimmer)
Der Eingang des Gemeindebaus ist von vis-a-vis zwar sichtbar, aber doch unerreichbar
Baustellengitter, wohin das Auge blickt (Bild: Lukas Zimmer)
Baustellengitter, wohin das Auge blickt

Wo kein Wille, da kein Weg
Nirgendwo an der ganzen Baustelle finden sich Hinweistafeln, wie man in den Gemeindebau überhaupt hineinkommt, ganz zu schweigen von Informationen für Autofahrer, die in Richtung Kundratstraße wollen. Alternativen hätte es genug gegeben, etwa abwechselnd nur eine Hälfte der Gasse aufzugraben oder mit Platten übergangsweise einen Weg über die Straße zu schaffen.

 „Alles geht, wenn man will“, wundert sich auch einer der Bauarbeiter vor Ort auf Nachfrage der „Krone“ über die Art der Baustellenplanung. Auch Freddy B. fragte beim Polier der Baustelle nach dem Grund für die Totalsperre der Straße. Geantwortet habe der Polier nur: „Die Stadt Wien hat es so angeschafft.“

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