Der nicht gegebene Handelfmeter bietet nach dem EM-Viertelfinale zwischen Spanien und Deutschland (2:1 nach Verlängerung) jede Menge Diskussionsstoff. Deutschlands Teamchef Julian Nagelsmann fordert nun sogar eine Regel-Reform.
„Ich versuche schon seit Jahren, in allen möglichen Schiedsrichtersichtungen mit reinzubringen, warum man bei keiner Handspielsituation bewertet, was aus der Aktion wird“, betont Nagelsmann nach dem Spiel gegenüber der ARD. „Wenn Jamal das Ding in den Mittelrang schießt, dann will ich dafür keinen Elfmeter.“
In der 106. Minute traf Jamal Musiala Spaniens Marc Cucurella im Strafraum am Unterarm. Doch Schiedsrichter Anthony Taylor entschied nicht auf Strafstoß, auch der VAR schritt nicht ein. „Wenn der Ball aufs Tor geht, dann stoppt er diesen mit der Hand. Das ist einfach Fakt, das sieht man. Das macht er nicht absichtlich, aber das spielt auch keine Rolle“, so Nagelsmann, der es „total skurril“ findet, „dass die Intention der Aktion null bewertet wird“. Es gehe nur darum: „Ist der Ball jetzt an der Hand oder nicht?“
„Das kann ich nicht nachvollziehen“
Nagelsmann schüttelt mit dem Kopf: „Dass wir das nicht reinkriegen in den Fußball, das zu bewerten, wo der Ball hinfliegt, wenn ich 48.000 Wiederholungen habe, das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.“ Während Spanien weiter vom Titel träumen darf, ging Deutschlands „Sommermärchen 2.0“ auf dramatische Weise zu Ende.
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