72 Prozent der burgenländischen Bevölkerung wollen laut letzten Umfragen bei der Wahl des Europäischen Parlaments am Sonntag ihre Stimme abgeben. Auf triftige Beweggründe verweisen SPÖ und ÖVP.
Wenngleich die Skepsis gegenüber der hohen Politik in Brüssel zunimmt, wie aktuelle Umfragen aufzeigen, überwiegen aus Sicht der Burgenländer nach wie vor die Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Dem kann die SPÖ nur beipflichten.
Hohe Investitionen
Kein Bundesland hat vom Beitritt zur EU mehr profitiert als das Burgenland. Seit 1995 flossen 13 Millionen Euro für Investitionen in Wachstum und Beschäftigung allein in den Bezirk Mattersburg. „Nicht nur, dass für die regionale Wertschöpfung 26 Millionen Euro ausgelöst wurden, haben vor allem Aktionen für Arbeitslose und Nichterwerbstätige, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Bekämpfung der Frauenarmut und die Schaffung zusätzlicher arbeitsmarktpolitischer Angebote den Lebensstandard deutlich gehoben“, betont SPÖ-Bezirksvorsitzender Thomas Hoffmann.
Viele Projekte ermöglicht
Dazu kommen 53 Millionen Euro an Direktförderungen für die ländliche Entwicklung im Bezirk. „Leader-Fördermittel haben in den Gemeinden Angebote geschaffen, die sonst undenkbar wären“, sagt Hoffmann. Als Beispiele nennt er einen Generationenraum in Draßburg, etliche Spielplätze, Aussichtsplattformen, Dorfplätze, die Schuhmühle in Schattendorf und viele weitere Angebote, die das Leben in der Region besser machen.
Nicht ohne Kritik
Trotz aller positiven Aspekte übt Hoffmann auch Kritik am derzeitigen Status quo der EU: „Überregulierungen führen dazu, dass wir stärker denn je von China und anderen Ländern abhängig sind.“
Für eine starke geschlossene Europäische Union spricht sich ÖVP-Europa-Abgeordneter Christian Sagartz aus: „Große Herausforderungen wie Migration oder Klimaschutz kann Österreich nicht allein bewältigen.“ Die Wahl des Europäischen Parlaments sei daher mehr denn je eine Richtungsfrage. Für Sagartz ist klar: „Wir brauchen die Europäische Union, aber sie muss besser werden.“
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