Burgenland reagiert

Uni und Stipendien als Rezept gegen Ärztemangel

Burgenland
04.06.2024 16:00

Groß sind die Herausforderungen in den kommenden Jahren im heimischen Gesundheitswesen. Durch gezielte Maßnahmen will das Burgenland auch künftig die flächendeckende ärztliche Versorgung sicherstellen.

Geht es nach Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) soll in drei bis vier Jahren eine eigene Medizin-Uni im Burgenland etabliert sein: „Ich gehe davon aus, dass wir es in diesem Zeitraum schaffen können.“ Zunächst müsse man aber die Akkreditierung vorbereiten und auch durchbringen.

Uni-Standort in Oberwart oder Pinkafeld
Als möglicher Standort für die neue Medizin-Uni biete sich laut Doskozil das neue Schwerpunktkrankenhaus in Oberwart an bzw. der Fachhochschulstandort in Pinkafeld. Betreiber werde das Land bzw. die Gesundheit Burgenland sein.

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Die langfristige Perspektive ist die Etablierung einer eigenen Ärzteausbildung im Burgenland. Als ersten, aktuellen Schritt haben wir unser Stipendienmodell für Medizinstudenten aus dem Burgenland weiterentwickelt.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ)

1000 Euro pro Monat als Unterstützung
Bis dahin dient ein neues Stipendienmodell als Überbrückung. Eine frühere Vereinbarung mit der DPU Krems wurde, wie berichtet, beendet. Das neue Modell startet ab Juli. Bis zu 50 Studenten der Humanmedizin, von einer staatlich anerkannten österreichischen oder europäischen Universität, können eine Unterstützung von 1000 Euro pro Monat erhalten. Die Förderung umfasst die Mindeststudiendauer von zwölf Semestern plus zwei Toleranzsemester.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland. (Bild: LMS)
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.

Im Gegenzug verpflichten sich die Studenten, die Facharztausbildung in einem burgenländischen Spital zu absolvieren und dann fünf Jahre hier zu arbeiten. Das Angebot gilt für Studienfänger und für bereits im Studium Fortgeschrittene. Voraussetzung ist ein Haupt- oder Nebenwohnsitz im Burgenland.

„Trendumkehr geschafft“
Doskozil betonte auch, dass es der richtige Schritt gewesen sei, die Ärztegehälter anzupassen und in die Gesundheitsinfrastruktur zu investieren. Es sei eine Trendumkehr geschafft, die auch bei den Bewerbungen für die Primararztstellen sichtbar sei. Laut dem kaufmännischen Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, Franz Öller, habe sich zudem das Anstellungsmodell in der Pflege bewährt. Um Lücken im niedergelassenen Bereich zu füllen, werden bei den Spitälern zudem vorgelagerte Gesundheitszentren etabliert – das erste in Güssing. Ziel ist es, die Spitäler zu entlasten.

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