Der passionierte Jäger René Benko hatte in seinem Waffenpass aus dem Jahr 2019 nicht nur drei edle Schießeisen einer exklusiven Kärntner Manufaktur eingetragen, zum Teil gar mit „Gravur und reichlich Goldeinlagen“ ...
Offenbar plagt den Immobilienspekulanten, der mit seiner Signa-Gruppe die mit Abstand größte Pleite der Zweiten Republik zu verantworten hat, seit Längerem ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis.
Darauf deutet etwa Position 1 des offiziellen Dokumentes hin, in dem der 47-jährige Tiroler zuletzt neun Waffen registriert hatte.
„FW/ STEYR / AUG Z / .223 Rem. / SAZ 0393“
Dabei handelt es sich um die halbautomatische Zivilvariante eines Sturmgewehres, wie es auch beim Österreichischen Bundesheer zum Einsatz kommt. Der Hersteller: Steyr Arms. Die Waffe ist für den privaten Gebrauch in diversen Sondereditionen („Ich gelobe“, „Jagdkommando“) und mit einem 9-Stück-Magazin erhältlich; im Inland wird sie ausschließlich an österreichische Endkunden mit Waffenbesitzkarte oder Waffenpass abgegeben. Der Preis: je nach Ausführung zwischen 3000 und 5000 Euro.
Hoher monatlicher Aufwand
Sicherheit wurde im Hause Benko jedenfalls großgeschrieben. Der Finanzjongleur umgab sich in den letzten Jahren stets mit Sicherheitspersonal, das ihn auf Schritt und Tritt begleitete. Auch im Jet und auf der Jacht. Dafür wurden mehrere Sicherheitsfirmen engagiert. Der finanzielle Aufwand dafür war durchaus beachtlich: knapp 44.000 Euro im Juni 2023, knapp 29.000 Euro im Juli 2023.
Mittlerweile ist René Benko bekanntlich zahlungsunfähig und auch persönlich mit Milliardenforderungen konfrontiert. Nach wie vor wird aus dem Benko-Umfeld kolportiert, er umgebe sich weiterhin mit Personenschützern.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.