Wildes Gedränge, ein Haufen Müll, ein ansässiger Kaffeehausbetreiber meint sogar, Einsatzkräfte würden in ihrer Arbeit behindert, weil es zu gewissen Zeiten kein Durchkommen mehr gibt. Ist der Adler-Markt bereits zu voll?
Der Viktor-Adler-Markt in Favoriten. Beliebt bei Parteien im Wahlkampf. Aber auch bei der lokalen Bevölkerung auf der Suche nach frischem Obst, Gemüse oder einer guten Tasse Kaffee. Vielleicht ist er schon zu beliebt.
Denn das wilde Gedränge, besonders freitags und samstags, nehme bedenkliche Ausmaße an, meint Bernd Prokes, der mit seiner Mutter seit Jahrzehnten das gleichnamige Café am Platz führt. „Da kommen nicht mal die Einsatzkräfte durch. Ich habe gesehen, wie Rettungswagen abseitsstehen bleiben mussten“, so der Gastwirt.
Stammgäste würden sich aufregen. Sie fühlen sich durch das Gewusel bedrängt, kämen kaum mehr zu den Tischen dazu.
43 Stände mehr als vor Corona
Die Misere begann mit der Pandemie. Da wurden von der Stadt 43 Stände zusätzlich auf den Marktplatz zugelassen. Die Händler kommen morgens und müssen um 13 Uhr wieder weg. Corona ist abgehakt, die Stände blieben. „Das hat sich bewährt. Die Kunden schätzen das größere Angebot“, erklärt Marktamtssprecher Alexander Hengl.
Dass Blaulichtautos behindert werden, stellt Hengl in Abrede: „Die erforderliche Durchfahrtsbreite von dreieinhalb Metern ist überall gewährt.“ Jedoch sind die Müllberge gewachsen.
Kartons, Plastikbehälter, verschrumpelte Lebensmittel und Steigen liegen achtlos auf dem Boden. „Es ist echt arg“, wettert ein „Krone“-Leser. Prokes sagt, auch andere Geschäftsbetreiber hätten sich beschwert – erfolglos. Denn die Stadt verdiene hier mit: mehr Stände, mehr Geld. Der Marktamtssprecher will davon nichts wissen: „Ich kenne keine anderen Beschwerden.“
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