Es ist das zweite Insolvenzverfahren für die Brauerei Grieskirchen innerhalb von vier Jahren – und wieder schaut es gut aus, dass das Unternehmen den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Nach der Prüfungstagsatzung am Landesgericht Korneuburg gab‘s auf jeden Fall einmal grünes Licht für die Fortführung.
Die offizielle Firmenanschrift der Brauerei Grieskirchen GmbH ist in Klosterneuburg, deshalb wird auch das Insolvenzverfahren in Niederösterreich abgewickelt. Das Landesgericht Korneuburg ist zuständig. Dort stieg am Donnerstag auch die Prüfungstagsatzung, bei der Masseverwaltererin Ulla Reisch den ersten Kassasturz machte.
3,2 Millionen Euro an Forderungen anerkannt
Ergebnis: 161 Gläubiger haben Forderungen in Höhe von 3,9 Millionen Euro angemeldet, Reisch hat aktuell 3,2 Millionen Euro auch anerkannt. Die Gläubiger dürfen sich Hoffnungen auf eine 20-Prozent-Quote machen. So viel bietet nämlich die in die Insolvenz geschlitterte Brauerei im Rahmen ihres Sanierungsplans, über den am 6. Juni abgestimmt wird.
Produktion zum Teil nach Vorarlberg ausgelagert
Wie geht‘s nun weiter? Der Fortbetrieb wurde vom Gericht bewilligt, „da laut derzeitiger Einschätzung der Fortbetrieb positiv ist und bei Umsetzung weiterer Reorganisationsmaßnahmen auch eine nochmalige Sanierung gelingen kann“, erklärt Peter Stromberger vom Kreditschutzverband 1870. Einen Teil der Produktion und Abfüllung übernimmt derzeit die Brauerei Frastanz in Vorarlberg für die Grieskirchner.
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