Zwei Basketball-Bundesligisten, ein Top-Partner und dasselbe Problem: Gmunden wartet wie Kapfenberg auf fix vereinbarte Sponsorengelder. Die schon länger ausständig sind, weil der Geldgeber selbst auf einen zweistelligen Millionenbetrag wartet.
Auch wenn die Basketballkörbe mit 3,05 m nicht gerade niedrig hängen. So manche sicher geglaubten Sponsorengelder hängen seit Monaten noch viel, viel höher!
Das gilt vor dem Top-6-Heimspiel heute gegen Graz nicht nur für Gmunden, sondern auch für Kapfenberg vor jenem in der Bundesliga-Qualifikationsrunde heute gegen Fürstenfeld. Was kein Zufall ist: Schließlich haben die Swans vom Traunsee wie die Bulls aus der Steiermark mit OCS Capital ein- und denselben Hauptsponsor – und dieser hat ein kapitales Problem.
Sponsor gesteht Zahlungsprobleme
Das OCS-Chef Christian Thurner am Freitag im Bezug auf die Kapfenberg Bulls so zusammengefasst hat: „Wir sind mit den Sponsorzahlungen in Verzug. OCS hat zwei säumige Schuldner, hier geht es um Beträge in zweistelliger Millionenhöhe. Es sind Gerichte und Anwälte am Werk, das dauert . . . “
„Für uns gilt das Gleiche in Grün“, gab gestern Gmundens Funktionärsurgestein Harald Stelzer zu, als er von der „Krone“ mit Kapfenbergs wirtschaftlicher Situation konfrontiert wurde. Für die Traunsee-Basketballer ist die Lage aber nicht minder schwierig.
Uns fehlt eine erhebliche Summe.
Gmunden-Boss Harald Stelzer
Schließlich reicht das Problem bereits bis weit in die letzte Saison zurück. Weshalb Österreichs derzeit auf Rang 2 liegender Meister der letzten Saison sein Budget schon vorm heurigen Spieljahr abspecken hatte müssen. „Trotzdem fehlt uns durch die Probleme von OCS auch im laufenden eine erhebliche Summe“, sagt Stelzer, der aber betont: „Noch können wir zahlen, unseren Verpflichtungen nachkommen!“
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