Eisstock-Papa vor EM

„Ich will ein Vorbild für die Jugend im Dorf sein“

Sport-Nachrichten
02.03.2024 15:00

Für die Eisstocksportler steht mit der Europameisterschaft in Waldkraiburg (D) ab 5. März ein Saisonhighlight an. Die Steiermark spielt eine große Rolle: Den Feinschliff holten sich die Athleten zuletzt in der Weizer Eishalle. Auch beim Event selbst geben die Steirer den Ton an.

Nach der Corona-Absage der EM 2021 ermitteln die Eisschützen in Bayern erstmals seit 2019 wieder die Europameister. Ein besonderes Event also. Auch für Martin Laffer. Der Leitersdorfer Weltmeister war zuletzt 2017 im Nationalteam, feiert Comeback. „Ich bin lange nicht berücksichtigt worden, jetzt kriege ich vielleicht ein bisserl was von dem zurück, was ich alles investiert hab“, so Laffer, der mit 40 Jahren der Älteste im Team ist und auf einen Startplatz hofft. „Außer Christian Hobl ist aus früheren Zeiten keiner mehr dabei.“

In Blickrichtung Heim WM 2025 in Kapfenberg zeigt sich der Kader verjüngt. Das Durchschnittsalter liegt bei 30 Jahren, das Damenteam im Zielwettbewerb gar nur bei 24 - es ist das jüngste Team der BÖE-Geschichte. Die steirischen Hoffnungen liegen im Zielwettbewerb der Männer auf den Schultern von Mario Weingartmann (Weiz Nord). In den Mannschaftsspielen feiern Stefan Gamper (Tal Leoben) und bei den Damen Marion Peinhaupt (Großfeistritz) ihr Team-Debüt. Peinhaupt ist erst 19 Jahre, war zuletzt bei der Jugend-EM am Eis. Mit Neo-Damen-Fachwart Rüdiger Wagner haben die Mädels auch einen weiteren steirischen Rückhalt bei der EM an ihrer Seite. Rückschlag: Sieg-Garant Simone Steiner lässt die EM diesmal aus.

Steirer bei der Eisstock-EM

Damen Mannschaftsspiel: Jacqueline Klammler (ESV Union Passail), Marion Peinhaupt (ESV Großfeistritz).

Herren Mannschaftsspiel: Stefan Gamper (EV Ladler Tal Leoben/NÖ), Martin Laffer (RSU Leitersdorf im Raabtal), Stefan Schwarzl (ESV Krottendorf).

Herren Zielwettbewerb: Mario Weingartmann (SSV ASKÖ Weiz Nord, Markus Rothberger (EV Ladler Tal Leoben).

Was es für einen Stocksportler bedeutet, zu einer EM zu fahren, das lebt Rückkehrer Martin Laffer vor. „Ich trainiere bei der RSU Leitersdorf ja seit zwei Jahren auch den Nachwuchs. Ich will ein Vorbild für meine eigenen Kinder und die Jugend im Dorf sein. Es ist ja schön, wenn die Jungen sehen, dass der Papa oder Trainer im Nationalteam spielt. Das gibt auch mir Power!“

Montag ist Abfahrt, die Bewerbe starten am Mittwoch. Laffer hat Hoffnung im Mannschaftsspiel, der Königsdisziplin. „Wir sind so aufgestellt, dass wir den Titel holen können!“ Viel Preisgeld gäbe es im Falle dafür aber nicht. „Wegen Geld schießen wir nicht, im Stocksport sind wir alle Idealisten.“

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