Die US-Regierung hat eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Hinweise auf die Chefs des Cyberkriminellen-Netzwerks „Hive“ ausgelobt. Auch das US-Außenministerium teilte am Donnerstag mit, es biete fünf Millionen Dollar für Informationen, die - in welchem Land auch immer - zur Festnahme von Einzelpersonen führten, die an dem internationalen Ransomware-Netzwerk teilgenommen haben oder teilnehmen wollten.
„Wir werden weiterhin mit unseren Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um Ransomware-Akteure zu stoppen und abzuschrecken, die das Rückgrat unserer Wirtschaften und kritischen Infrastruktur bedrohen“, hieß es. Bei der Zerschlagung des „Hive“-Netzwerks im Jänner vergangenen Jahres hatten die US-Justiz, deutsche und niederländische Behörden sowie Europol zusammengearbeitet.
„Hive“ ist eines der größten Cyberkriminellen-Netzwerke der Welt. Insgesamt soll die Hackergruppe 1500 Unternehmen und Organisationen in mehr als 80 Ländern angegriffen haben und mehr als hundert Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben. Die Akteure nahmen demnach gezielt große Unternehmen ins Visier und lähmten deren Aktivitäten.
Bei Angriffen mit Ransomware verschlüsseln Hacker die Daten von betroffenen Unternehmen, Privatleuten oder Behörden und verlangen dann ein Lösegeld zur Freigabe der Daten. „Hive“ war dabei eine Art illegaler Dienstleister, der Hackern seine Erpressersoftware zur Verfügung stellte.
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