In letzter Minute

Familie und drei Hunde aus Feuer-Hölle gerettet

Vorarlberg
27.01.2024 08:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Vorarlberger Gemeinde Koblach ab. Nachdem in einem Einfamilienhaus ein Brand ausgebrochen war, konnte sich ein 13-Jähriger noch selbst aus dem Gebäude retten, während seine Mutter, seine Schwester und die drei Familienhunde im Haus gefangen waren.

Am Freitagabend um 22.34 Uhr wurde die Polizeiinspektion Götzis von der Vorarlberger Landesleitzentrale über einen Brand in einem Wohnhaus informiert. Die Erstinformation: Zwei Personen würden sich noch im Objekt befinden. Die Polizeistreife traf um 22.37 Uhr am Brandort ein, wo sie eine 13-Jährige am Schlafzimmerfenster im ersten Obergeschoss wahrnahmen.  Das Mädchen hatte zuvor den Brand entdeckt und ihren gleichaltrigen Bruder telefonisch gewarnt.

Flucht über Stiegenhaus war bereits unmöglich
So konnte er das Wohnhaus noch verlassen, während für die Teenagerin eine Flucht über das stark verrauchte Stiegenhaus bereits unmöglich war. Der Kontakt zur ebenfalls im Obergeschoss des Hauses vermuteten Mutter konnte anfänglich nicht hergestellt werden. Die Feuerwehr Koblach, die mit 35 Florianis angerückt war, konnte im Wohnzimmer im Erdgeschoss einen Brandherd feststellen, der ein Betreten des Hauses vorerst unmöglich machte. 

Mutter von Polizei-Spezialeinheit gerettet
Die 13-Jährige wurde schließlich von anwesenden Angehörigen unter Zuhilfenahme eines Tisches aus dem Objekt geborgen. Auch die Mutter der Kinder machte sich wenig später an ihrem Schlafzimmerfenster im ersten Stock bemerkbar. Sie wurde von den zwischenzeitlich eingetroffenen Beamten der Polizei-Bereitschaftseinheit der Schnellen Reaktionskräfte Vorarlberg unter Mithilfe einer mitgeführten Leiter buchstäblich in letzter Minute aus dem bereits stark verrauchten Wohnhaus über ein Fenster gerettet.


Familie im Krankenhaus - Hunde in Tierklinik gebracht
Die Mutter erlitt starke, ihre zwei Kinder leichte Rauchgasvergiftungen. Alle drei wurden in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert. Auch die eingesetzten Beamten der Bereitschaftseinheit wurden in Feldkirch auf eine mögliche Rauchgasvergiftung untersucht, sind aber wohlauf. Die Feuerwehr konnte den Brand im Bereich des Wohnzimmers schließlich rasch löschen und auch die drei Familienhunde aus dem Wohnhaus bergen. Die Hunde wurden in einer Tierklinik stationär aufgenommen.

Landeskriminalamt nimmt Ermittlungen auf
Durch die Hitze und die starken Rauchgase wurde das gesamte Mobiliar im Wohnhaus beschädigt bzw. zerstört. Das Objekt ist nach Polizeiangaben unbewohnbar. Die Brandursache ist noch völlig unklar, die Ermittlungen dazu werden vom Landeskriminalamt geführt.

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