Trotz allen Versuchen der Feuerwehr wurde das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung in Hartkirchen (OÖ) überschwemmt, die Bewohner mussten, wie berichtet, evakuiert werden. Nun ist die Erleichterung wohl groß: Zumindest eine Wohngruppe konnte in die gewohnte Umgebung zurückkehren.
Die Wassermenge war einfach zu groß: „Wir waren machtlos“, sagt Kommandant Gerald Schöringhumer. Dabei hatte seine Feuerwehr Hartkirchen am Tag vor Weihnachten noch alles versucht. Mehr als acht Stunden standen die Florianis im Einsatz, weil das Wasser vor dem Pflegeheim im Ort 30 bis 40 Zentimeter hoch stand.
350 Sandsäcke konnten nicht helfen
Da halfen auch die 350 Sandsäcke nichts mehr, die Schöringhumer und sein Team rund ums Gebäude verteilt hatten. „Das Wasser sucht sich leider Gottes überall einen Weg hinein“, so der Feuerwehr-Chef.
Evakuierung vor Weihnachten
Deshalb mussten die Bewohner des Heims, Erwachsene mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen, evakuiert werden. Keine einfache Situation. „Aber die Mitarbeiter kennen die Bewohner schon lange, sind daher gut auf sie eingegangen“, meint Petra Fosen-Schlichtinger, Sprecherin des Instituts Hartheim, das die Einrichtung betreibt.
Es hat ein paar Bewohner gegeben, die Angst gehabt haben. Deshalb haben wir entschieden, das Gebäude zu evakuieren. Es ist aber alles ruhig und reibungslos gelaufen, da haben die Betreuer sehr gute Arbeit geleistet.
Gerald Schöringhumer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hartkirchen
Am Mittwoch rückte die Feuerwehr dann noch einmal zum Pflegeheim aus – diesmal allerdings aus einem erfreulichen Grund: „Wir haben zusammengeräumt und geschaut, dass keine Barrieren da sind, wenn die Bewohner retour kommen“, sagt Kommandant Schöringhumer.
Wohngruppe zog wieder ein
Eine Wohngruppe konnte auch schon in ihre vertraute Umgebung zurückkehren. Teile des Heimes bleiben aber weiterhin unbenutzbar. „Zwei Wohngruppen mit 14 Personen sind nach wie vor im Haupthaus in Alkoven untergebracht“, so Fosen-Schlichtinger. Dorthin waren am Tag des Unglücks 27 Personen evakuiert worden.
Die Belastung für Mitarbeiter und Bewohner war und ist sehr hoch. Ein Anliegen von Sprecherin Fosen-Schlichtinger: „Wir wollen uns bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die so knapp vor Weihnachten für uns da gewesen sind.“
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