Oft Kinder als Opfer

Traurige Serie: Amokläufe in Bildungseinrichtungen

Ausland
22.12.2023 06:01

Der Amoklauf an der Karls-Universität in Prag am Donnerstag ist beileibe kein Einzelfall, immer wieder stehen Bildungseinrichtungen im Zentrum grausamer Bluttaten: Alleine in den vergangenen beiden Jahren mussten weltweit Kinder und Lehrer ihr Leben lassen.

Bluttaten, die die ganze Welt erschüttern: Universitäten, Volksschulen, sogar Kindertagesstätten werden immer wieder Schauplatz von grundloser Gewalt - die jüngsten Opfer sind gerade einmal zwei Jahre alt ...

Bangkok: 24 tote Kleinkinder
Ein Ex-Polizist (34) stürmte zur Schlafenszeit zu Mittag am 6. Oktober 2022 eine Kindertagesstätte in Bangkok und eröffnete das Feuer - 24 Kinder zwischen erst zwei und drei Jahren starben. Weitere 12 Personen wurden getötet. Vor der Horror-Tat erschoss er seine Ehefrau und das gemeinsame Kind. Er richtete sich selbst.

Las Vegas: Campus gestürmt
Ein Bewaffneter (67) stürmte Anfang Dezember einen Campus in Las Vegas. Er tötete drei Dozenten. Er wurde noch am Tatort von Polizisten erschossen. Das vermutete Motiv: Er hatte sich zuvor mehrmals vergeblich um einen Job an der US-Hochschule beworben.

Auf diesem Campus in Las Vegas eröffnete der 67-Jährige das Feuer.
Auf diesem Campus in Las Vegas eröffnete der 67-Jährige das Feuer.(Bild: AFP)

Ischewsk: 17 Tote durch Schüsse
Elf Schulkinder und sechs Erwachsene mussten in einem Blutbad an einer Schule in der russischen Stadt Ischewsk sterben. Ein 34-jähriger ehemaliger Schüler feuerte am 26. September 2022 wild um sich. Der Mann trug nach Angaben der Ermittlungsbehörden während der Tat eine Sturmhaube und ein schwarzes T-Shirt mit Nazisymbolen.

Texas: 19 Schüler tot
Eine Stunde verbrachte ein 18-Jähriger am 24. Mai 2022 in dem Klassenzimmer einer Volksschule in Uvalde im US-Bundesstaat Texas, erschoss dort 19 Kinder und zwei Lehrerinnen. „Bevor er schoss, sagte er noch ‘Gute Nacht‘“, berichtete eine überlebende 11-Jährige. Danach richtet er sich selbst. Dass der Schütze so lange in dem Klassenzimmer töten konnte, wurde stark kritisiert. Genau wie das gewaltsame Vorgehen gegen verzweifelte Eltern durch Polizeibeamte.

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Bevor er schoss, sagte er noch „Gute Nacht“.

Eine überlebende 11-jährige Schülerin

Die schrecklichen Nachwehen der Bluttat: Zwei Tage nach dem Schulmassaker in Texas ist der Ehemann von einer der getöteten Lehrerinnen an einem Herzinfarkt gestorben. Medien verwiesen auf das sogenannte „Broken Hearts“-Syndrom - Todesfälle, die durch Stress, Anspannung und ein „gebrochenes Herz“ ausgelöst werden. 

Belgrad: 14-jähriger Schütze
Am 3. Mai 2023 betrat ein erst 14-Jähriger eine Volksschule in Belgrad, stürmte dort eine Klasse. In einem Kugelhagel - aus der Waffe seines Vaters - sind neun Menschen aus dem Leben gerissen worden. Noch am Tatort wurde der Schütze festgenommen.

Das mögliche Motiv: eine schlechte Note in der Schule, die atypisch für den sonst so vorbildlichen Musterschüler war. Nach Ermittlungen wurde aber klar, im Vorhinein erstellte der Jugendliche eine Todesliste. Der Polizeichef in Belgrad äußerste sich zu der Tat: „Der Angreifer hat seine Tat monatelang vorbereitet. Die Polizei hat bei ihm ein Verzeichnis von Schülern für eine Liquidation sichergestellt. Man hat auf seinem Schreibtisch Skizzen und Pläne gefunden, die wie aus einem Horrorfilm oder Videospiel ausgesehen haben.“

Heidelberg: Schüsse an Universität
Bei laufender Vorlesung eröffnete am 24. Jänner 2022 ein Student (18) das Feuer in der deutschen Universität Heidelberg in Baden-Württemberg. Laut Augenzeugen zielte der junge Mann wahllos in die Sitzreihen. Einer Frau (23) schoss der Täter in den Kopf, sie starb. Weitere drei Personen wurden verletzt.

Die Waffe hatte der Schütze im Ausland erworben. Ein Kaufbeleg und ein Abschiedsbrief wurden sichergestellt. Vor der Tat schrieb der Biologie-Student in einer WhatsApp-Nachricht an einen Bekannten, dass „Menschen bestraft gehören und sterben müssen“.

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