Eine verschachtelte Unternehmensgruppe steht am Abgrund. Der Gründer provoziert mit einem Luxus-Trip.
René Benko hat sich mittlerweile nicht nur den Zorn seiner Investoren und Gläubiger zugezogen, sondern auch den der verbliebenen Signa-Mitarbeiter.
Exklusiver Shopping-Ausflug
Der Finanzjongleur war am Wochenende, unmittelbar nach der ersten Insolvenz einer seiner Immobiliengesellschaften (Signa Real Estate Management Germany), zu einem exklusiven Shopping-Ausflug nach Barcelona aufgebrochen.
Man reiste - standesgemäß - im nach Zigarren duftenden überdimensionierten Privatjet des Typs Global 7000 (Neupreis: rund 70 Millionen Euro) und kehrte Sonntagnachmittag nach Innsbruck zurück. Ein Städtetrip, den das deutsche Massenblatt „Bild“, mit exklusiven Aufnahmen unterlegt, zu folgender doppelseitiger Schlagzeile animierte: „Hier kommt der Karstadt-Milliardär vom Shopping-Trip während sein Konzern vor der Pleite steht“.
Rücken bald die Insolvenzverwalter an?
Insider erwarten, dass sich schon am Dienstag das weitere Schicksal der finanzmaroden Gruppe entscheiden könnte. Wenn es zum Konkurs-Domino kommen sollte, dann würden gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter bei mehr als 1000 Gesellschaften das Ruder übernehmen.
Aufgrund der Verflechtungen zwischen den Signa-Gesellschaften würde dieses Szenario - vermuten Insolvenzexperten - einer stattlichen Zahl an Masseverwaltern bedürfen. Dann schlägt für Benko und seine Co-Investoren die Stunde der Wahrheit. Dann werden die wechselseitigen Haftungen und Garantien geklärt, wird das verbliebene Vermögen neu bewertet.
Doch wer sind eigentlich die wichtigsten Partner des Tiroler Immobilienspekulanten bei der Signa Holding?
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