Fr, 17. August 2018

Online-Gefahr

20.03.2012 15:24

AK warnt: Abzocke per E-Mail für 'illegale Downloads'

Die Arbeiterkammer Burgenland hat am Dienstag vor einer neuen Welle von Online-Abzocke gewarnt: In den vergangenen Tagen flatterten Konsumenten in ganz Österreich E-Mails einer angeblichen Anwaltskanzlei mit Sitz in München ins Haus. Die Empfänger werden mit angeblichen illegalen Downloads erpresst.

Das Schreiben enthält laut AK eine "Abmahnung" wegen einer behaupteten Urheberrechtsverletzung durch das Downloaden von Film- und Musikdateien. Den Empfängern wird schließlich ein "Vergleichsangebot" unterbreitet: Mit einer Zahlung von 146,95 Euro könnten sämtliche Schadenersatzansprüche abgegolten werden, heißt es.

Ein Rundruf in den Bundesländern habe ergeben, dass bisher rund 90 Fälle solcher E-Mails dokumentiert seien, so Eva Schreiber von der AK. Der Schadenersatzanspruch wird in dem Anwaltsbrief mit 10.000 Euro beziffert. Bei der AK geht man von einer betrügerischen Aktion aus. Tipp der Konsumentenschützerin im aktuellen Fall: "Auf keinen Fall sofort zahlen."

Zuerst Deutschland, jetzt Österreich
Verbrauchern rät die Arbeiterkammer, entweder selbst eine einfache Internetrecherche anzustellen, ob es schon entsprechende Vorwarnungen gibt, oder sich an eine Konsumentenberatung zu wenden. Die E-Mails mit den Anwaltsschreiben, die im Briefkopf eine Kanzlei aus München angibt, würden in Deutschland schon länger kursieren.

Strafe von 10.000 Euro möglich
Wer allerdings tatsächlich Musik auf seinen Rechner lade und die Daten dann via Tauschbörse anderen Nutzern zur Verfügung stelle, mache sich strafbar, warnte Schreiber. Wer gegen das Urheberrecht verstoße, müsse mit empfindlichen Strafen rechnen. "Forderungen von 10.000 Euro sind durchaus realistisch, wenn man wirklich etwas gemacht hat, was man nicht tun darf", warnt die Konsumentenschützerin.

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