So, 21. Oktober 2018

"Mog i" statt "Like"

12.03.2012 16:19

Austro-Netzwerk "Sankt Onlein" sagt Facebook Kampf an

David gegen Goliath, Österreich gegen die USA oder "Sankt Onlein" gegen Facebook. Mit einer neuen und speziell auf den heimischen Markt abgestimmten sozialen Internetplattform wollen nun Austro-Unternehmer punkten. Zielgruppen: Trachtengruppen, Vereine, Fans etc. Schon bald sollen 100.000 User dabei sein.

Der "Mog i"-Knopf ersetzt den "Gefällt mir"- bzw. "Like"-Button, und statt Gruppen gibt es "Meine Leut'" – so heimatbewusst wie im Namen gibt sich "Sankt Onlein" auch bei der Bedienung. Mit einem herzlichen "Servus" werden User auf der rot-weiß-roten Plattform begrüßt, und in dieser Tonart geht es dann auch weiter. Je nach Bundesland können sich die zukünftigen heimischen Benutzer unterschiedliche alpine Hintergrundbilder herunterladen und sich entweder als "Bua" oder eben als "Madl" deklarieren.

"Wir wollen mit 'Sankt Onlein' österreichische Vereine wie Trachtengruppen oder Fußball-Fanklubs ansprechen", erklärt Geschäftsführer Georg Kandutsch. Zusätzlich werden Lokalnachrichten, Kleinanzeigen und Horoskope angeboten. Bis Ende des Jahres sollen so 100.000 User gewonnen werden.

Schutz der Privatsphäre
Gefährlich werden dürfte "Sankt Onlein" Facebook, das inzwischen mehr als 800 Millionen Nutzer zählt, damit so schnell nicht, punkten könnte das Austro-Netzwerk bei den Usern aber vor allem beim Thema Datenschutz. "Wir sind zwar nicht der liebe Gott", schreiben die Macher auf ihrer Website, "aber wir versprechen dir: wir tun alles in unserer Macht Stehende, um deinen Datenschutz und deine Sicherheit zu gewährleisten."

So bewegten sich Nutzer in "Sankt Onlein" etwa auf österreichischem Rechtsboden. "Wenn dir etwas nicht passt, dann stehst du bei uns vor der Tür - und musst nicht etwa nach Kalifornien reisen, um deine Rechte einzufordern", heißt es. Und das sei, verglichen mit amerikanischen Social Networks, doch sehr beruhigend.

Sag zum Abschied leise "Pfiat' di"
Beruhigt sein können demnach auch all jene, die der Plattform den Rücken kehren wollen: Über den sogenannten "Pfiat' di Knopf" sollen Nutzer ihre persönlichen Informationen – "deine Filme, deine Bilder und selbstverständlich alles, was du bei deiner Registrierung angegeben hast" - restlos von den Servern der Betreiber entfernen können. Die Beiträge selbst würden anonymisiert, sodass sie nicht mehr mit einem selbst in Verbindung gebracht werden könnten, versprechen die Macher.

Intime und weniger intime Freunde
Damit der Datenschutz schon davor gewahrt wird, können Nutzer ihre Leut' überdies ähnlich dem sozialen Netzwerk Google+ bestimmten Kreisen zuordnen, dem "Intimi"-, dem "Freunde & Familie"- sowie dem "Kontakte"-Kreis. Mittels dieser Einteilung ließe sich besser, schneller und zielgenauer filtern, an wen Informationen gingen.

Allerdings weist man auf "Sankt Onlein" auch darauf hin, dass die Datensicherheit vor allem in der eigenen Hand und in jener derer liege, mit denen man Informationen teile.

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