Unfassbarer Rekord

Schweizer schaffen 0-100 km/h in 0,956 Sekunden!

Motor
12.09.2023 16:20

Es ist nicht weniger als ein Fabelrekord: Schweizer Studenten haben mit einem selbst gebauten Elektrofahrzeug den Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als einer Sekunde geschafft! Nach exakt 0,956 Sekunden war der Weltrekord gebrochen.

(Bild: kmm)

Die Freude im Akademischen Motorsportverein Zürich (AMZ) ist enorm: Fast ein Jahr lang haben die Studierenden der ETH Zürich und der Hochschule Luzern in jeder freien Minute an ihrem Elektrofahrzeug namens „mythen“ gearbeitet, haben Rückschläge überwunden und bei der Entwicklung einzelner Komponenten immer wieder von vorne begonnen.

Nun haben sie die offizielle Bestätigung von Guinness World Records erhalten: „mythen“ hat den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektrofahrzeuge gebrochen. Der Bolide bzw. das Bolidchen beschleunigte auf dem Innovationspark in Dübendorf, direkt vor ihrer Werkstatt, in nur 0,956 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dazu genügte eine Strecke von lediglich 12,3 Metern. Am Steuer saß Kate Maggetti, eine der Studentinnen.

Akademischen Motorsportverein Zürich (Bild: ETH Zürich/Alessandro Della Bella)
Akademischen Motorsportverein Zürich
Das E-Fahrzeug „mythen“ brauchte nur 12,3 Meter und 0,956 Sekunden, um 100 km/h zu erreichen. (Bild: ETH Zürich/Alessandro Della Bella)
Das E-Fahrzeug „mythen“ brauchte nur 12,3 Meter und 0,956 Sekunden, um 100 km/h zu erreichen.
(Bild: ETH Zürich/Alessandro Della Bella)

Alle Komponenten, angefangen von den Leiterplatten (PCB) bis hin zu Chassis und Akku, wurden von den Studentinnen und Studenten selbst entwickelt und optimiert. Dank des Einsatzes von Carbon und Aluminium-Waben wiegt das Auto gerade mal rund 140 Kilo. Vier selbst entwickelte Radnabenmotoren sowie ein spezieller Antriebsstrang verleihen dem Fahrzeug die beeindruckende Leistung von 240 kW/326 PS.

Damit das Auto während der Rekordsekunde nicht abhebt, war einiger Aufwand nötig, erklärt Dario Messerli, verantwortlich für die Aerodynamik: Bei herkömmlichen Rennfahrzeugen wird das über aerodynamische Maßnahmen wie Spoiler und Flügel erreicht. „Dieser Effekt kommt aber erst zum Tragen, wenn das Auto eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat. Um von Anfang an eine starke Bodenhaftung zu gewährleisten, haben wir deshalb eine Art Staubsauger entwickelt, der das Fahrzeug an den Boden saugt.“

Das Team des Akademischen Motorsportvereins Zürich (Bild: ETH Zürich/Alessandro Della Bella)
Das Team des Akademischen Motorsportvereins Zürich

Der vorherige Weltrekord war im September 2022 von einem Team der Universität Stuttgart aufgestellt worden. Es ist nach 2014 und 2016 bereits das dritte Mal, dass der AMZ den Beschleunigungsweltrekord aufstellt.

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