Zu Ostern schmeckt der „scharfe Steirer“ nicht nur auf dem G’selchten, auch als Schnaps und Bioseife findet er Verwendung.
In die Karten schauen lässt sich Seifenexpertin Sabine Mischinger nicht, die Herstellung ist strengstes Betriebsgeheimnis. Das wundert einen nach dem ganzen Aufwand auch nicht, „denn es waren schon sehr viele Versuche nötig, um die ganzen wertvollen Öle und Wirkstoffe aus dem Kren heraus und in die Seife zu bringen“, sagt die Steirerin, die für ihr Angebot (von Kaffee über Hanf bis zur Alpakaseife) schon bekannt ist. Und ihrem Sortiment jetzt die Krenvariante zugefügt hat. „Sie kommt bereits super an“, freut sich die Geschäftsfrau. „Gemeinsam mit Pfefferminze, mit der der Kren viele Eigenschaften gemeinsam hat, wirkt sich die Seife wohltuend auf den ganzen Körper aus.“ Zuerst wärmend, dann erfrischend.
Ein Renner - und nicht der erste in Sachen Kren außerhalb der Kulinarik-Schiene. Denn auch hochprozentig in die Flasche gefüllt ist der steirische Scharfmacher bereits ein Verkaufsschlager. Die Idee dazu hatte Franz Lampl-Küssner, der eigentlich ein Weinbauer ist, den Kren aber immer schon fasziniert hat, „weil er so etwas Besonderes ist, so eine tolle Wirkung auf uns hat“.
Viele hätten es davor laut Lampl-Küssner schon versucht, „aber die meisten scheitern an der Haltbarkeit. Dann fängt der Schnaps zu stinken an, wird natürlich unbrauchbar.“ Er und Geschäftspartner Helmut Radl hätten „dem Kren aber seine Geheimnisse entlockt“, wie sie sagen; wie genau bleibt natürlich auch hier bestens gehütetes Betriebsgeheimnis. Aber mittlerweile geht der Krenschnaps richtig gut, „er verkauft sich in Geschäften, der Gastronomie, und vor allem Private nehmen ihn gerne.“
Ein Blick ins Rezeptrepertoire lässt ja auch mit der Zunge schnalzen: Mit Pfirsichnektar und Schaumwein wird der The Wild Horse R.A.D schnell zum steirischen Bellini, mit Zucker und Salz bekommt die gebeizte Lachsforelle einen neuen, kulinarischen Dreh.
Und Kren, der aus steirischen Gefilden stammt, wird künftig noch mehr im Fokus stehen, wenn es nach Lampl geht. „Wir können uns vieles vorstellen. Als Nächstes fokussieren wir uns auf ein Fertiggetränk.“ Aber auch Cremes, Lotions - alles sei möglich. „Beim guten Kren ist der Himmel das Limit.“
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