Kein Herren-Podest

ÖSV hadert: „Das dürfen wir uns so nicht erlauben“

Wintersport
06.12.2022 05:33

Podestloses ÖSV-Wochenende in Beaver Creek: Zu viele Fehler bringen Matthias Mayer & Co. um die Früchte der Arbeit. „Um ganz vorne mitzufahren, dürfen wir uns diese Fehler auf dem Niveau so nicht erlauben“, sagt ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer.

„Das war wirklich ein spezielles Wochenende - ich liebe es, hier zu sein.“ Worte, die leider nicht aus österreichischem Mund kommen. Aleksandar Aamodt Kilde krönte sich zum König (O-Ton seiner Freundin Mikaela Shiffrin) von Beaver Creek, holte sich wie im Vorjahr das Double auf der Birds of Prey. Der Einzige, der ihm richtig gefährlich werden konnte, war der zweimal zweitplatzierte Schweizer Marco Odermatt.

Aleksander Aamodt Kilde (Bild: AP)
Aleksander Aamodt Kilde

Die beiden dominieren derzeit nach Belieben, gewannen alle fünf Saisonrennen. Kilde drei, Odermatt zwei. „Sie fahren außergewöhnlich gut - so weit sind wir mit unseren Läufern nicht, das muss ich ehrlich zugeben“, meint ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer. Was die beiden auszeichnet? „Sie bewegen sich am Limit, machen aber keine Fehler.“ Das gelang Österreichs Athleten in Beaver Creek nicht, am Ende stand gar ein Wochenende ohne rot-weiß-roten Podestplatz. „Klar, da haben wir uns mehr erwartet“, sagt Pfeifer. In der Abfahrt hatten Matthias Mayer (4.) und Vincent Kriechmayr (5.) großes Wind-Pech. Im Super-G hingegen waren die äußeren Bedingungen für alle gleich, unterliefen den ÖSV-Stars zu viele Patzer.

Saison-Aus für Walder
„Es hilft nichts, wenn ich immer nur sage, es wäre mehr möglich - das muss ich auch zeigen“, weiß Kriechmayr. „Es war ein lehrreiches Wochenende, ich muss mich ordentlich steigern.“ Sieht auch Mayer so, speziell der Super-G wurmt ihn: „Das ist sicher nicht das, wo ich hinwill“, meinte er nach Rang acht. „Der Rückstand ist viel zu groß, damit kann ich nicht zufrieden sein.“ Bezeichnend für die Auftritte der Österreicher war die Super-G-Fahrt von Raphael Haaser: pfeilschnell, aber ein schwerer Fehler - Rang sechs. „Um ganz vorne mitzufahren, dürfen wir uns diese Fehler auf dem Niveau so nicht erlauben“, sagt Pfeifer.

Marko Pfeifer (Bild: GEPA )
Marko Pfeifer

Nun haben die Speed-Asse eine Woche Pause, danach wartet Gröden. Auf der Saslong wird die abgesagte Beaver-Creek-Abfahrt nachgeholt werden, sind also drei Rennen geplant. Mayer: „Jetzt freuen wir uns auf daheim, dann greifen wir wieder an.“ Gilt nicht für Christian Walder: Der Kärntner, der vorzeitig aus den USA abgereist war, muss sich einer Bandscheiben-Operation unterziehen. Für den 31-Jährigen ist die Saison gelaufen: „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich extrem bitter, aber die Gesundheit geht vor.“

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(Bild: KMM)



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