Im Bildungsbereich rumort es: Am Dienstag legen Freizeitpädagogen in Wien ihre Arbeit nieder und bereits am Montag protestierten tausende Studenten.
Am Dienstag werden sich wohl einige Eltern zumindest einen halben Urlaubstag nehmen müssen. Grund dafür ist der Streik der Freizeitpädagogen, die an Wiener Volksschulen, Mittelschulen und Sonderschulen die Nachmittagsbetreuung übernehmen. Um auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen, wollen sie den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, heißt es vom Betriebsrat „Bildung im Mittelpunkt GmbH“.
Ab 13 Uhr keine Betreuung
Anstatt die Kinder zu betreuen, würden Betriebsversammlungen abgehalten werden. Für Tausende Eltern bedeutet das, dass sie ihre Kinder um spätestens 13 Uhr von der Schule abholen müssen, denn die Lehrer springen nicht ein.
Thomas Krebs, Vorsitzender des Zentralausschusses der Wiener Landeslehrer, zufolge unterstütze man den Streik. Nun seien die MA 56 und die Bildungsdirektion am Zug. Am Montag brachten zudem Tausende Studenten ihren Unmut bei einer Großdemo zum Ausdruck.
Kalte Hörsäle drohen im Winter
Anlass war der Umstand, dass die österreichischen Universitäten vor einer Zahlungsunfähigkeit stehen. „Nicht weil wir über unsere Verhältnisse gelebt oder schlecht gewirtschaftet haben“, betonte TU-Rektorin Sabine Seidler bei der Kundgebung. Vielmehr hätten sich die Rahmenbedingungen durch Inflation, steigende Energiepreise und Lohnerhöhungen geändert. Im Winter drohen an den Unis daher kalte Hörsäle, Einschränkungen beim Lehr- und Forschungsbetrieb und Kündigungen. Der Demozug sorgte am Montag auch gehörig für Stau am Ring und auf der Zweierlinie.








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