Unglaublich, aber wahr: Shamita Achenbach-König (57) lief vom 16. September bis 4. November auf einer 990 Meter langen Strecke rund um den Joseph Kainz-Park in Wien-Währing 3100 Meilen (4989 Kilometer). Ihre Zeit von 49 Tagen, sechs Stunden, 23 Minuten und 56 Sekunden war die zweitbeste Leistung, die von einer Frau bei einem Self-Transcendence-Lauf bisher erzielt wurde.
Die Cellistin, die vor einem Jahr diese Strecke schon einmal absolvierte und damals zwei Tage länger brauchte, verschliss dieses Mal zehn Paar Schuhe. Sie verbrauchte täglich 10.000 Kalorien. Die Energie holte sie sich überwiegend mit Honigbroten, Müslis, Papayas, Mangos und Avocados. Sie lief täglich von 4.30 Uhr bis 20.30 Uhr, hatte ein 20-köpfiges Helferteam.
Briefwahl während des Laufs
Das Einzige, das sie vom Alltag mitbekam war die Bundespräsidentenwahl: „Ich habe per Briefwahl mitgemacht. Das war mir sehr wichtig.“ Nachrichten konsumierte sie keine: „Derzeit gibt es fast nur negative Nachrichten, die laugen dich aus, kosten viel Energie. Das wäre nicht gut für den Lauf gewesen.“
Innerer Frieden entscheidend
Wie hielt sie 118 Marathons am Stück durch? „Man braucht Zugang zu der inneren unerschöpflichen Kraftquelle, die man durch Meditation und Gebete erschließen kann. Es ist nur mit einem inneren Frieden, einer inneren Balance möglich.“ Dazu verhalf ihr auch Musik von Bach, die sie während des Laufs viel hörte. Wichtigster Helfer war ihr Ehemann Stephan, erster Geiger bei den Wiener Symphonikern.
„Muss wieder Schlafen richtig lernen“
Freitag beim Finale empfingen sie viele Freundinnen und Freunde, die kleine Glocken bimmeln ließen. Unter vielen bunten Luftballons gab es zur Belohnung wunderbare Torten. Es wurde gesungen und viel gelacht. Jetzt freut sich die 57-Jährige wieder auf das Unterrichten ihrer Cello-SchülerInnen „Aber erst muss ich wieder das Schlafen richtig lernen und natürlich meinen Körper langsam wieder abtrainieren.“








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