„Ich werde euch öffentlich zur Strecke bringen“: Ein 37-Jähriger erpresste seine Mama und seinen Papa, drohte mit einer Missbrauchs-Anzeige und stand dafür nun in Graz vor dem Richter.
„Widerwärtige Monster ihr, im Gefängnis sollt ihr verrotten! Ich werde euch vernichten!“ – Diese Textnachricht hat ein gebürtiger Kärntner, der nun in Graz wohnt, am Heiligen Abend des Vorjahres an seine Eltern geschickt. Vorausgegangen war seine Forderung nach 150.000 Euro, verbunden mit der Drohung, Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen zu erstatten. Am Dienstag stand der 37-Jährige in Graz wegen versuchter schwerer Nötigung und gefährlicher Drohung vor Gericht.
„Das Verhältnis zu seinen Eltern ist als sehr belastend zu bezeichnen“, sagte die Staatsanwältin. Der Angeklagte, studierter Altphilologe, leugnete gar nicht, die SMS geschrieben zu haben. „Warum haben Sie das gemacht?“, fragte Richter Hanspeter Draxler (Bild unten).
Vorwürfe „komplett an den Haaren“ herbeigezogen
„Eine seelische Wunde hat zu sprechen begonnen“, so der Grazer. Der Grund für sein Verhalten sei „in der Vergangenheit liegendes Ungemach“. Er warf seinen Eltern vor, sich nicht genug um ihn gekümmert zu haben. Vor Gericht war am Dienstag nur der Vater als Zeuge erschienen und bezeichnete sämtliche Vorwürfe als „komplett an den Haaren herbeigezogen“.
Urteil: ein Jahr bedingte Haft (nicht rechtskräftig).









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