In Oberösterreich werden mehr Schweine auf Vollspaltenböden gehalten (76%) als im österreichweiten Durchschnitt (69%). Das zeigt Mario Haas, Landwirtschaftssprecher der SPÖ im OÖ Landtag, auf. Er fordert Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger auf, für einen rascheren Ausstieg zu sorgen.
Das kürzlich von der Bundesregierung beschlossene weitgehende Ende der Vollspaltenböden im Jahr 2040 begrüßt Haas, der SPÖ-Politiker sieht jedoch die zuständige Landesrätin Langer-Weninger (ÖVP) gefordert, im Sinne des Tierwohls Geld in die Hand zu nehmen. Denn die Übergangszeit bis zum tatsächlichen Ende der Vollspaltenböden sei zu lang, wie Haas aufzeigt: „Kritisch sehe ich die lange Wartezeit von knapp 18 Jahren bis zum vollständigen Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung - das ist viel zu lange. Hier müssen noch viele Generationen von Schweinen leiden.“
Deswegen sieht er Langer-Weniger in der Pflicht, Rahmenbedingungen für die oberösterreichischen Landwirte zu schaffen, die ein ehestmögliches Ende der Vollspaltenböden zum Ziel haben. Der raschere Umstieg müsse so attraktiv wie möglich gestaltet werden.
Große regionale Unterschiede
Innerhalb Oberösterreichs gibt es in den Bezirken große regionale Unterschiede bei der Schweinehaltung: Während in Freistadt 21,78% der Schweine auf Vollspaltenböden leben, liegen die Bezirke Linz-Land mit 81,48% und Schärding mit 83,38% im österreichweiten Spitzenfeld laut Agrarstrukturerhebung 2020.
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