05.08.2022 18:15 |

Mutter und Tochter tot

Verletzungsbild deutet auf kaltblütige Morde hin

Tragödie in Wien: Zwei Buben (sieben und neun Jahre alt) tauchten, wie berichtet, alleine in einer Arztpraxis auf. Als sie Polizisten zurück zu ihrer Wohnung brachten, stießen sie auf die Leichen der Mama (32) und der Schwester, die am Samstag 15 Jahre alt geworden wäre. Das Verletzungsbild deutet laut „Krone“-Informationen auf kaltblütige Morde hin. Unter dringendem Tatverdacht steht der Lebensgefährte (49) der Mutter. Die Großfahndung läuft!

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Drückend und bleiern liegt die Hitze am Freitag über Mariahilf, 31 Grad zeigt das Thermometer schon vormittags beim Lokalaugenschein der „Krone“ in Mariahilf an. Gedrückt ist auch die Stimmung im schmucken, erst kürzlich neu renovierten Altbau. Schuld daran ist aber nicht die Hitze, sondern vielmehr ein Drama, das sich tags zuvor abgespielt hat.

Im Schlafzimmer stießen Beamte auf Frauenleichen
„Es waren so viele Streifenwagen da“, erzählt ein älterer Anrainer. Und weiter: „Dass sich so etwas Tragisches ereignet, damit kann man nicht rechnen.“ Auch Nachbar Markus wusste, als er mit seinem Hund zurückkam, dass etwas Schlimmes passiert war. Vor dem Haus standen zwei kleine Buben mit Polizisten.

Zitat Icon

Ich war mit meinem Hund „Max“ spazieren. Danach standen die Buben und Polizisten vor der Tür. Da hab ich gewusst, es ist etwas Schlimmes passiert.

Nachbar Markus (40) ist schockiert.

Kurz zuvor waren der siebenjährige Bub und sein zwei Jahre älterer Bruder allein in einer nahe gelegenen Augenarztpraxis aufgetaucht. Die Medizinerin rief erst ihre Mutter, eine Ungarin, an, schickte die Kinder mit Polizisten nach Hause. Dort war die Tür nur angelehnt, auf einem Regal lag ein Schlüssel fürs Schlafzimmer. Während die Kinder warteten, öffneten die Beamten das Zimmer, stießen dort auf zwei Frauen.

Tat wohl nicht im Affekt verübt
Renata Ö., die Mutter der Buben, und deren 14 Jahre alte Schwester - sie hätte am Samstag, ihren 15. Geburtstag gefeiert - lagen leblos im Ehebett. Die Obduktion ergab, dass beide Opfer erstickt oder erdrosselt worden sein dürften. Laut „Krone“-Informationen deutet das Verletzungsbild zudem darauf hin, dass die Tat nicht im Affekt, also kaltblütig, verübt worden sein dürfte.

Zitat Icon

Die Auffindungssituation der beiden Opfer ließ sofort darauf schließen, dass in diesem Fall keine natürliche Todesursache vorliegen konnte.

Wiens Polizeisprecher Markus Dittrich

Fahndung läuft
Wie die Brüder verrieten - sie hatten die Wohnung verlassen, weil morgens anscheinend niemand zu Hause war - befand sich am Vorabend noch Mahmoud N. (49), der Lebensgefährte ihrer Mama, im Haus. Der Tunesier, der sich legal in Österreich aufhielt, gilt als Hauptverdächtiger. Er konnte an seiner Wiener Adresse auch nicht angetroffen werden. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Doppelmörder läuft daher auf Hochtouren.

Sandra Ramsauer
Sandra Ramsauer
 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 14. August 2022
Wetter Symbol
Wien Wetter
(Bild: Krone KREATIV)