Debatte wird hitziger
Gasleitung abgeschaltet: Atom-Streit flammt auf
Mit der Abschaltung der „Nord Stream1“-Gasleitung aus Russland wird in Deutschland die Diskussion um eine Verlängerung der Atomenergie immer hitziger.
„Es ist ein wirkliches Chaos, das da im Winter vor uns steht. Und mein Gefühl und meine Sorge ist einfach, dass der Ernst der Lage noch nicht bei allen angekommen ist", warnt jetzt CSU-Chef Markus Söder wohl in Richtung der Atom-kritischen Grünen. Und auch der Vize-Fraktionsvorsitzende der FPD Lukas Köhler heizt die Frage an.
Angesichts des zu befürchtenden Gasmangels müsse eine ideologiefreie Debatte darüber geführt werden, ob die noch laufenden Kernkraftwerke verlängert werden, um durch den Winter zu kommen. Deutschland will ja bekanntlich mit Jahresende komplett aus der Nuklearenergie aussteigen.
Söder wird gerade deswegen noch deutlicher: „Es macht keinen Sinn, den Strom für zehn Millionen Haushalte, den die drei noch in Betrieb stehenden AKWs liefern, abzuschalten.“ Der bayrische Ministerpräsident kritisiert im selben Atemzug die „rein ideologisch motivierte Ablehnung“ durch die Grünen.
Diese sind in der Person von Umweltministerin Steffi Lemke gegen Söders Vorstoß: „Einem kleinen Beitrag zur Energieversorgung stehen hohe Sicherheitsrisiken gegenüber.“ Auch ihr Parteifreund, Wirtschaftsminister Robert Habeck, teilt diese Meinung. Beide haben die Betreiber auf ihrer Seite, die einen Weiterbetrieb ablehnen.
















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