Umland profitiert

Parkpickerl vertreibt jetzt die Badegäste

Freibäder im Wiener Umland verzeichnen jetzt unter der Woche Besucherströme. An der Alten Donau gibt es aber eine Ausnahme.

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Vor fast vier Monaten wurde das flächendeckende Parkpickerl in ganz Wien eingeführt. Auch Floridsdorf und die Donaustadt waren davon betroffen. Nun hat wochentags in den Freibädern im angrenzenden Niederösterreich eine Art Besucherstrom eingesetzt. Auch Helmut Sommerer, Sprecher der Initiative „Siemensäcker“, zählt zu den immer mehr werdenden „Bäderflüchtigen“. Er nehme die Fahrzeit samt der hohen Treibstoffkosten dafür gerne in Kauf.

Im Parkbad Schönkirchen-Reyerdorf im Bezirk Gänserndorf zeigt man sich über den Zustrom aus Wien und klingelnde Kassen hoch erfreut. „Wir fragen unsere Badegäste an der Kassa seit einiger Zeit nach der Postleitzahl ihres Wohnortes und können so einen stets steigenden Zustrom aus Wien - und da speziell aus Floridsdorf und der Donaustadt - feststellen“, so eine Mitarbeiterin der Marktgemeinde.

„Immer mehr Wiener sind es leid“
„So wie ich sind es immer mehr Wiener leid, sich den Schikanen des Parkpickerls unterzuordnen und immer wieder fürs Parken in die Tasche zu greifen. Wer etwa ohne Parkpickerl im eigenen Wohnbezirk oder trotz Parkpickerl ein Bad in einem anderen Bezirk besuchen will, müsste einen kostenpflichtigen Parkschein ausfüllen und danach alle eineinhalb oder zwei Stunden hinausgehen, sein Auto ein paar Zentimeter bewegen und erneut bis zu vier Euro investieren, um weitere zwei Stunden im Bad verbringen zu dürfen“, so Sommerer zur „Krone“.

Bezirksrat a. D. Hans Jörg Schimanek (WIFF) sieht dafür die zugesagte Sonderregelung für die Floridsdorfer und den rechtsseitigen Bäderbereich der Oberen Alten Donau an der Bezirksgrenze zur Donaustadt positiv. Hier dürfen Bewohner beider Bezirke parken.

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