Chronobiologie

Kennen Sie Ihre persönliche „innere Uhr“?

Wann wir abnehmen, uns regenerieren und sogar den besseren Sex haben, hängt auch von der „inneren Uhr“ ab. Wer sich seinen persönlichen Rhythmus bewusst macht, lebt sich‘s leichter.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Der klassische Rat, Energie für den Tag zu tanken, ist, ein gesundes, reichhaltiges Frühstück zu genießen. Geraten wird etwa zu Porridge, Müsli, Kräuteraufstrichen, Eierspeise oder Smoothies.

Chronobiologie hat auch auf die Diät Einfluss
Wo dem einen schon das Wasser im Mund zusammenläuft, dreht sich dem anderen der Magen um. Denn nicht jeder ist nach dem Aufstehen schon fit genug für eine Mahlzeit. So bezieht etwa die moderne Ernährungsmedizin für ihre Empfehlungen schon den sogenannten Chronotypus mit ein. Also jene „innere Uhr“, die Wach-Schlaf-Rhythmus, Hormone, Kreislauf, Stoffwechsel und auch die Psyche beeinflusst sowie optimiert. Das wiederum wirkt sich auf Leistungsfähigkeit, Appetit, Magen-Darm, Wohlbefinden und damit auf das Lustempfinden aus. Kommen extreme Morgen- und Abendmenschen zusammen, sind Partnerprobleme programmiert. So raten Sexualmediziner etwa bei männlichen Erektionsstörungen, auch ein Augenmerk auf diesen Aspekt zu legen.

Ernährungsexperten der Katholischen Universität von Murcia, Spanien, haben nun zum ersten Mal wissenschaftlich gezeigt, dass Personen, die ihre Diätmaßnahmen der inneren Uhr anpassen, damit erfolgreicher sind. Eine Gruppe von Studienteilnehmern, die dies berücksichtigte, konnte signifikant mehr Gewicht verlieren als die Kontrollgruppe mit der selben Diät, aber ohne chronobiologische Anpassung. Weitere Studien sind im Gange, aber eine Maßnahme, die jeder sofort umsetzen kann, ist, sich das persönliche Hungergefühl bewusst zu machen. Nicht nur zu essen, weil gerade Pause oder man zum Dinner eingeladen ist. Generell gilt aber schon, dass der Organismus Nahrung, die er bis zum frühen Nachmittag, idealer Weise bis Mittag, zugeführt bekommt, besser verstoffwechselt. Außerdem kommt es auf die essensfreie Zeit an, damit Zucker und Fett abgebaut werden können.

Manche Speisen stören die Leidenschaft
In der Nacht stellt die innere Uhr auf „Regeneration und Reparatur“. Diese Prozesse werden durch aufwändige Verdauungsprozesse gestört. Also auch Nachtmenschen, die lange aktiv sind, sollten abends auf leichtere Mahlzeiten setzen, Zucker und Fett reduzieren, v. a. wenn sie abnehmen wollen. Übrigens beeinträchtigt „schweres Essen“ auch die Leidenschaft: So führt eine hohe Salzzufuhr z. B. zu Wassereinlagerungen, man fühlt sich „aufgeschwemmt“. Hülsenfrüchte können Blähungen und Völlegefühl auslösen, Transfettsäuren aus Pommes und Co. schränken die Durchblutung ein und stehen in Verdacht, die Erektions- sowie Orgasmusfähigkeit zu beeinträchtigen. Weniger Kalorien und zudem luststeigernden Effekt haben hingegen Spargel, Erdbeeren, Austern, Sellerie. Hier spielt das Spurenelement Zink eine Rolle. Auch Gewürze wie Cayennepfeffer, Chili und Ingwer heizen ordentlich ein.

Karin Podolak
Karin Podolak
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 06. Juli 2022
Wetter Symbol